Rheinisches Ärzteblatt 11/2024

24 Rheinisches Ärzteblatt / Heft 11 / 2024 in Summe zügiger ihre bedarfsgerechte Versorgung“, sagt Priv.-Doz. Dr. Ralf Krott, niedergelassener Augenarzt in Köln und zugleich ehrenamtlicher Koordinator der Einrichtung. „Auch die unmittelbare Nähe zu den anderen medizinischen Fachdisziplinen der Uniklinik ist ein weiteres Plus und erspart Patientinnen und Patienten zusätzliche Wege“, betont der stellvertretende KVNO-Vorsitzende, Dr. Carsten König. „Ich freue mich, dass künftig nun auch die augenärztlichen Kolleginnen und Kollegen das Angebot der zentralen Anlaufstellen im ambulanten Notdienst in Köln ergänzen.“ Neben der neuen augenärztlichen Notdienstpraxis betreibt die KVNO im Stadtgebiet noch drei kinderärztliche und sieben allgemeine Notdienstpraxen. Feste Anlaufstelle bei augenärztlichen Notfällen Mit dem Start der zentralen augenärztlichen Notdienstpraxis sind auch organisatorische Veränderungen verbunden. So bilden die Städte Köln und Leverkusen künftig zusammen mit den Kreisen Rhein-Berg und Rhein-Erft einen gemeinsamen augenärztlichen Notfalldienstbezirk. Die bislang an einzelnen Wochentagen auf lokaler Ebene organisierten Augennotdienste mit jeweils wechselnden Anlaufstellen, die über die Arztrufnummer 116 117 in Erfahrung gebracht werden mussten, werden nicht mehr angeboten. Hilfesuchende haben mit der neuen Einrichtung ab Oktober nun eine täglich geöffnete und „feste“ Anlaufstelle. Christopher Schneider ist stellvertretender Pressesprecher der KV Nordrhein. die Kindernotdienstpraxis an unserer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Wie dort bereits erfolgreich praktiziert, profitieren die Patienten auch in der augenärztlichen Notfallpraxis von einem fachlich herausragenden sektorenübergreifenden Versorgungsmodell. Bei medizinischer Notwendigkeit stehen die KV-Notfallpraxen im direkten Austausch mit unseren Notaufnahmen für Kinder und Erwachsene“, erklärt Univ.-Professor Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln. Zu den Vorteilen der neuen Einrichtung zählt, dass die Praxis gut erreichbar und unmittelbar an die breite Infrastruktur des Universitätsklinikums angebunden ist. „Dadurch können schwerwiegende Notfälle – beispielsweise im Falle von akut erforderlichen Operationen – unmittelbar dem stationären Bereich zugeführt werden, während die Kolleginnen und Kollegen der Uniklinik von der Versorgung leichterer Beschwerden entlastet werden. Erkrankte erhalten dadurch Praxis Seit Anfang Oktober steht Bürgerinnen und Bürgern aus Köln und Leverkusen sowie aus Rhein-Berg und Rhein-Erft ein neues Versorgungsangebot im ambulanten Notdienst zur Verfügung. Dann nimmt die augenärztliche Notdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) auf dem Gelände des Universitätsklinikums Köln ihren Betrieb auf. von Christopher Schneider Im Fall von Beschwerden kann dort künftig täglich außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Praxen der ambulante Augen-Notdienst aufgesucht werden. Die neue Anlaufstelle ist unmittelbar an das Zentrum für Augenheilkunde angebunden und wird von der KVNO und dem Universitätsklinikum Köln kooperativ betrieben. Insgesamt rund 200 Niedergelassene aus der Region werden in der Einrichtung zukünftig ihre vertragsärztlichen Notdienste leisten. „Die Eröffnung der Praxis ist ein wichtiger Baustein bei der Weiterentwicklung des fachärztlichen Notdienstangebots im Rheinland“, sagt Dr. Frank Bergmann, KVNO-­ Vorstandsvorsitzender. „Wir rollen damit nicht nur einheitliche Qualitätsstandards in der hiesigen Akutversorgung weiter aus, sondern setzen gleichzeitig auch die vom Gesetzgeber geforderte enge Kooperation zwischen Praxen und Kliniken im Notdienst aktiv um“, so Bergmann. Kooperation mit Klinik für Augenheilkunde Auch die Kölner Uniklinik begrüßt die neue Form der Zusammenarbeit: „Wir freuen uns, dass wir im Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln zukünftig gemeinsam mit der KV eine umfassende Versorgung anbieten können. Wir unterstützen unsere niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen gerne dabei, die augenärztliche Notfallversorgung für den Großraum Köln zu sichern“, sagt Univ.-Professor Dr. Claus Cursiefen, Direktor des Zentrums für Augenheilkunde der Uniklinik Köln. „Das neue augenärztliche Angebot ergänzt die bereits bestehende KV-Notdienstpraxis im Gebäude der Klinik für Orthopädie und Neuer Augen-Notdienst an der Uniklinik Köln Zentrum für Augenheilkunde – Gebäude 34, Kerpener Str. 62, 50937 Köln Montag, Dienstag, Donnerstag: 19 Uhr bis 21 Uhr Mittwoch, Freitag: 16 Uhr bis 21 Uhr Samstag, Sonntag, Feiertag: 9 Uhr bis 21 Uhr (nach 21 Uhr Versorgung von Akutfällen durch Augenklinik) Weitere Informationen gibt es unter https://patienten.kvno.de/service/notdienst Augenärztliche Notdienstpraxis Neue Form der Zusammenarbeit: Bernd Junker, Jan Schirmer, Michael Hölscher als Vertreter der Vertragsärzte sowie Professor Dr. Claus Cursiefen und Dr. Georg Langebartels vom Uniklinikum Köln (v.l.n.r.) Foto: MedizinFotoKöln D.Hensen

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