Magazin 10 Rheinisches Ärzteblatt / Heft 2 / 2023 Unterstützung I Heizkostenzuschuss für Studierende Studierende, die eine Förderung nach Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) oder Wohngeld beziehen, haben Anspruch auf einen pauschalen Heizkostenzuschuss in Höhe von 345 Euro. Voraussetzung ist, dass für mindestens einen der Monate von September bis Dezember 2022 eine staatliche Förderung bewilligt wurde. Die Summe wird vom jeweiligen Amt überwiesen, das für die Förderung zuständig ist. Der Zuschuss muss nicht extra beantragt werden. Geplant war ursprünglich, den Heizkostenzuschuss bereits Ende 2022 auszuzahlen. Dies verzögert sich allerdings. Die Auszahlung werde voraussichtlich in den ersten Monaten dieses Jahres erfolgen. bre Unterstützung II Wohngeld für Studierende Studentinnen und Studenten haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf staatliche Unterstützung in Form von Wohngeld. Durch die Reform des Wohngeldgesetzes hat sich seit Anfang 2023 der Kreis der Wohngeldbezieher deutlich erweitert und auch die Höhe des Wohngeldes wurde deutlich angehoben von bisher durchschnittlich 192 Euro auf 370 Euro pro Haushalt und Monat. In der Regel haben Studierende keinen Anspruch auf Wohngeld, wenn sie im Grunde nach Anspruch auf Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) haben. In dieser Förderung sind die Kosten für die Miete enthalten. Auch schließt ein hohes Elterneinkommen den Anspruch aus. Eine der Ausnahmen, wonach Studierende Anspruch auf Wohngeld haben können, ist zum Beispiel das Alter, ein Zweitstudium oder das Überschreiten der Förderungshöchstdauer für BAföG. Studierende mit Kindern können unter Umständen neben dem BAföG auch einen Antrag auf Wohngeld stellen. Die Studentenwerke können zu der Frage des individuellen Wohngeldanspruchs beraten. bre Unterstützt werden wir dabei von Studentinnen und Studenten aus höheren Semestern, die uns durch das Seminar führen. Nach einem Jahr im Studium hat sich die Euphorie etwas gelegt und ein jeder musste mit der ein oder anderen Niederlage umgehen. Daher ist es eine große Hilfe, wie gut sich unsere „Hiwis“ imNeuroanatomieseminar auf ihre jeweiligenThemenvorbereitenund wie viel Zeit sie darauf verwenden, Modelle oder Zeichnungen zu erstellen, um uns die doch sehr komplexen Zusammenhänge näher zu bringen und umuns zumLernen zumotivieren. Von großem Nutzen sind natürlich auch die 3D-Modelle der Anatomie und die echten Hirnpräparate. Das Lernen in kleinen Gruppen ermöglicht zudem eine entspannte Atmosphäre, in der sich jeder wohl genug fühlt, um Rückfragen zu stellen. Ein Beispiel für eine gelungene Umsetzung des Lehrangebots. Wie erlebt Ihr das Studium der Humanmedizin? Schreibtmir an:medizinstudium@aekno.de. Nach dem Präparierkurs im Sommer beschäftigen wir, die Studierenden des dritten vorklinischen Semesters, uns nun genauer mit den Gehirn- und Rückenmarkspräparaten imNeuroanatomieseminar. Während des Kurses warenwir viermal dieWochemeist den halben Tag in den Anatomiekellern. Nun wieder dort zu sein mit dem leichten Geruch von Formaldehyd in der Nase, weckt viele Erinnerungen an diese intensive Zeit des Lernens im Sommer. Dieses Phänomen entsteht unter anderem durch Projektionen der Stria olfactoria laterales auf das Corpus amygdaloideum. Über diese und viele andere anatomische Strukturen und leitende Bahnen lernen wir nun also. Margaretha Bark Foto: privat Mail aus Essen Düsseldorf Erste Peer-Mentoren am Tumorzentrum der Uniklinik Anfang des Jahres haben die ersten Peer-Mentoren zur Unterstützung von Krebspatientinnen und -patienten am Tumorzentrum der Düsseldorfer Uniklinik ihre Arbeit aufgenommen. Die Peer-Mentoren, die im vergangenen Jahr eine Ausbildung durchlaufen haben, sind ehemalige Patientinnen und Patienten, die selbst an Krebs erkrankt waren. Sie ergänzen das Angebot des Centrums für Integrierte Onkologie Düsseldorf zur Betreuung von stationären und ambulanten Tumorpatienten. Neben den Peer-Mentoren werden die Krebspatienten auch von Lotsen unterstützt, die ihnen während der Behandlung zur Seite stehen. Die Kombination aus Lotsen und Peer- Mentoren ist ein Unterstützungsangebot, das nach Angaben der Universitätsklinik Düsseldorf in Deutschland einmalig ist. Professor Dr. Tanja Fehm vom Centrum für Integrierte Onkolo- gie der Uniklinik sagt: „Eine Krebsdiagnose kann das Leben von jetzt auf gleichauf denKopf stellen: Viele Fragen jagen einem durch den Kopf. Häufig können Menschen, die nicht in der gleichen Situation sind, diese Gedanken gar nicht richtig nachvollziehen.“ Die Mentoren haben wegen ihrer eigenen Krankheitserfahrung einen besonderen emotionalen Zugang zu den Tumorpatientinnen und -patienten. Dr. André Karger, Leiter des Bereichs Psychoonkologie am Tumorzentrum, erklärt: „Die Peer-Mentoren erhalten eine intensive Qualifizierung. Sie sind so in ihrer Paten-Funktion in der Lage, über Probleme zu sprechen, Tipps weiterzugeben, die Patienten möglicherweise zu Terminen zu begleiten und ein verlässlicher Ansprechpartner auf Augenhöhe zu sein“. bre
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