Rheinisches Ärzteblatt 02/2023

Rheinisches Ärzteblatt / Heft 2 / 2023 17 Ukraine-Krieg: Tödlicher Jahrestag Am 24. Februar jährt sich der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Seither ist Ärzte ohne Grenzen im Kriegsgebiet überall dort im Einsatz, wo Hilfe gebraucht wird. Das reicht von der Evakuierung Kriegsverletzter per Zug bis hin zur Betreuung chronisch Kranker. von Tankred Stöbe So überraschend der Krieg in der Ukraine ausbrach, müssen wir nun den Jahrestag dieses leidvollenund tödlichenKonfliktes anerkennen, ohne eine tröstliche Perspektive für sein Ende zu kennen. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass der Konflikt nicht erst am 24. Februar 2022 begann, sondern neun Jahre früher, mit der Annexion der Krim. Alle direkt Beteiligten machen sich wenige Illusionen über seine Grausamkeit. AllenMitarbeitenden vonÄrzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF) werden vor der Ausreise die Risiken klar kommuniziert. Zudem durchlaufen wir ein CBRN-Training. Das Kürzel steht für Spezial Helfen, wo Lücken sichtbar werden Um verletzte oder schwer kranke Patientinnen und Patienten evakuieren zu können, hat Ärzte ohne Grenzen (MSF) in Zusammenarbeit mit der ukrainischen Staatsbahn einen Zug in ein rollendes Krankenhaus umgewandelt. Eine der größten Nöte sind die unzähligen Kriegsverletzungen. Der 27-jährige Soldat Timofej war im Sommer nahe Cherson auf eine Mine getreten, wie er Dr. Tankred Stöbe (r.) von MSF schilderte. Er verlor sein linkes Bein, das rechte wurde schwer verletzt. Fotos: Ärzte ohne Grenzen

RkJQdWJsaXNoZXIy MjMxMzg=