Rheinisches Ärzteblatt 02/2023

Rheinisches Ärzteblatt / Heft 2 / 2023 41 An Rhein und Ruhr Oberhausen Das zerbrechliche Paradies Unter dem Motto „Das zerbrechliche Paradies“ erwartet Besucher im Gasometer Oberhausen eine bildgewaltige Ausstellung, die sowohl die Schönheit der Erde als auch die Zerstörung des Planeten durch menschliche Eingriffe zeigt. Der erste Teil der Ausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Weltreise zu den jungen Eisbären auf dem Packeis, den Karibus in der Tundra und den Faultieren im Urwald. Der zweite Teil zeigt auf drastische Weise, wie sich die Waldrodung, industrielle Landwirtschaft und die Vermüllung der Meere auf die Natur auswirken. Dabei wird jedoch nicht nur das zerstörerische Wirken des Menschen thematisiert, sondern es werden auch erfolgreiche Anläufe zur Wiederherstellung des zerbrechlichen Paradieses gezeigt, darunter das Ocean Cleanup-Projekt oder die Renaturierung der Emscher. Höhepunkt der Ausstellung bildet eine riesige Skulptur der Erde, die mit einer hochauflösenden Projektion von Satellitenbildern leuchtend zum Leben erweckt wird. Der Gasometer Oberhausen, Arenastraße 11, ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 12 Euro. Schüler zahlen einen ermäßigten Preis von 9 Euro. Mehr: www.gasometer.de/de/ausstellungen/ das-zerbrechliche-paradies MST Im riesigen Innenraum des Oberhausener Gasometers erhalten Besucher einen Blick auf die Erde, wie ihn sonst nur Astronauten erleben. Foto: Thomas Wolf, Gasometer Oberhausen GmbH Bonn Handwerk vereint Wissen und Können Die Industrialisierung hat das Bäckerhandwerk stark bedroht. Wer heute durch die Innenstädte streift, dem entgeht nicht die Vielzahl von Bäckereien und Backshops, die vor allem industriell gefertigte Waren anbieten. Der Bäcker, der früh am Morgen selbst in der Backstube steht und ein kleines, aber qualitativ hochwertiges Brotsortiment anbietet, ist mittlerweile eine Rarität. Mit ihrer Ausstellung „Die letzten ihrer Art: Handwerk und Berufe im Wandel“ beleuchtet die Bundeskunsthalle neben dem Bäckerhandwerk vier weitere Handwerksberufe und ihren Wandel durch die Zeit anhand von Objekten aus dem beruflichen Alltag. Handwerksberufe müssen als immaterielles Kulturerbe bewahrt werden, so der Appell. Wie das Bäckerhandwerk, das mit über 3.000 Brotsorten Teil der deutschen Kultur ist und bleiben sollte. Die Ausstellung „Die letzten ihrer Art: Handwerk und Berufe im Wandel“ kann noch bis zum 2. April 2023 in der Bundeskunsthalle, Museumsmeile Bonn, HelmutKohl-Allee 4 in Bonn besucht werden. Eine Tageskarte kostet 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Die Bundeskunsthalle ist dienstags sowie donnerstags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr und mittwochs von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Mehr: www.bundeskunsthalle.de/die-letzten-ihrer-art.html jf Anhand von Gegenständen aus dem Berufsalltag wie dieser Teigknetmaschine der Firma Badenia erzählt die Ausstellung die Geschichte von fünf Handwerksberufen. Foto: Freilichtmuseum Lindlar/David Ertl Bonn Doppelte Frauenpower im Konzertsaal Unter der Generalüberschrift „Bella Italia“ präsentiert die Klassische Philharmonie Bonn am Samstag, 25. Februar 2023, Werke von Giachino Rossini, Saverio Mercadante und Franz Schubert. Im Mittelpunkt dieses klassischen Abends stehen zwei bemerkenswerte Künstlerinnen. Am Dirigentenpult steht Vanessa Benelli Mosell. Sie leitet zum zweiten Mal die Klassische Philharmonie Bonn und gilt als eine der vielversprechendsten Dirigentinnen ihrer Generation. Die Italienerin wird für ihre technische Brillanz und ihr sensibles musikalisches Gespür gelobt, das sie mit charismatischer Kunstfertigkeit und natürlichen Führungsqualitäten zu verbinden weiß. Die junge Flötistin Zofia Neugebauer ist als Solistin an diesem Abend zu Gast. Sie ist Stipendiatin der Villa Musica Rheinland-Pfalz und war bereits mit 23 Jahren Mitglied der Karajan-Akademie. Seit 2019 war Neugebauer unter anderem beim Luzerner Sinfonieorchester und dem Sinfonieorchester Basel als Solo-Flötistin tätig. Konzert „Bella Italia“ der Klassischen Philharmonie Bonn am Samstag, 25. Februar 2023 um 18 Uhr im Maritim Hotel, Godesberger Allee, 53175 Bonn. Karten von 34,70 bis 63,30 Euro sind über Bonnticket erhältlich. Nähere Informationen zum Konzert: www.klassische-philharmonie-bonn.de. bre Frauenpower im Doppelpack: Die Dirigentin Vanessa Benelli Mosell leitet die Klassische Philharmonie Bonn. Als Solistin an der Flöte bereichert Zofia Neugebauer den Abend. Fotos: Klassische Philharmonie Bonn.

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