Rheinisches Ärzteblatt 03/2026

Magazin 8 Rheinisches Ärzteblatt / Heft 3 / 2026 Fortbildung Neue Verordnung – neue Formulare nen und Anbietern“ die Rede ist. Entsprechend sind die Seiten auf der Homepage rund um das Anerkennungsverfahren von Fortbildungsmaßnahmen aktualisiert worden (www.aekno. de/fortbildung/anbieter). Sämtliche Dokumente und elektronisch ausfüllbare Formulare für die Beantragung der Anerkennung, abzugebende Erklärungen sowie Erläuterungen und Mustervorlagen sind an die neue Fortbildungsordnung angepasst worden. Sie stehen den Anbieterinnen und Anbietern zum Herunterladen und Ausfüllen am Computer zu Verfügung. Sie sind geordnet nach den Kategorien, der eine Fortbildung zuzuordnen ist. Fragen und Anregungen sowie Kritik und Lob zum Internetangebot der Ärztekammer Nordrhein senden Sie bitte an die E-Mail-Adresse onlineredaktion@aekno.de. bre Anfang des Jahres 2026 trat die neue „Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte“ in Kraft. Die Verordnung findet sich, wie zahlreiche andere Rechtsgrundlagen, die für Ärztinnen und Ärzte wichtig sind, auf der Homepage der Ärztekammer Nordrhein (www.aekno.de) in der Rubrik „Ärzte“ und der Unterrubrik „Rechtsgrundlagen“. Die neue Fortbildungsordnung bringt einige Neuerungen mit sich, vor allem für die Veranstalter von Seminaren und Kursen, die von der ÄkNo anerkannt werden sollen. Neben verschärften Regelungen zum Sponsoring von Veranstaltungen haben sich auch einige Begrifflichkeiten geändert, sodass nicht mehr von „Veranstaltern“ sondern von „AnbieterinAngesichts einer älter werdenden Bevölkerung, Fachkräftemangel im Gesundheitswesen und drohender Milliardendefizite bei den gesetzlichen Krankenkassen sollten Prävention und Gesundheitsförderung mehr in den Fokus der Gesundheitsversorgung gestellt werden. Das fordert der deutsche Wissenschaftsrat in einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier. Trotz Gesundheitsausgaben von 500 Milliarden Euro hinke Deutschland bei der Lebenserwartung im internationalen Vergleich hinterher. Ein Kurswechsel hin zu mehr Prävention könne das Gesundheitssystem entlasten und verbessern, ist der Wissenschaftsrat überzeugt. Problematisch sei, dass derzeit gerade gefährdete Gruppen von Präventionsmaßnahmen oft nicht erreicht würden, was soziale und gesundheitliche Unterschiede verschärfe. Gesundheit müsse daher als verbindliches Ziel in allen Politikbereichen verankert werden, etwa in Bildung, Arbeit, Wirtschaft, Ernährung oder Umwelt. Der Rat schlägt vor, neue Präventionsmaßnahmen in Experimentierräumen, zum Beispiel in Betrieben und Schulen, zu erproben und dabei Kinder, Jugendliche und Geschlechteraspekte stärker einzubeziehen. Prävention müsse zudem als Schwerpunkt Die Lebenswelt muss stärker in den Blickpunkt rücken, wenn gesundheitliche Chancengleichheit gewährleistet werden soll, erklärt der Wissenschaftsrat. Foto: Ralf Gosch/stock.adobe.com Wissenschaftsrat Kulturwandel hin zu mehr Prävention gefordert Gesundheitswesen Zahl der Angriffe auf Rekordniveau Die Zahl der Menschen, die in bewaffneten Konflikten bei Angriffen auf medizinische Einrichtungen getötet wurden, hat sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt: Wurden im vergangenen Jahr 1.981 Menschen getötet, waren es 2024 noch 944, wie die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtet. Insbesondere lokale humanitäre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien von den Angriffen betroffen gewesen. Es zeige sich, dass Konfliktparteien das Völkerrecht zum Schutz medizinischer Einrichtungen und medizinischen Personals immer weniger achteten, so Ärzte ohne Grenzen. jf GKV-Ausgaben Mehr Geld für weniger Arzneien Die Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung für Arzneimittel (ohne Impfstoffe) sind im Jahr 2025 um 4,9 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro gestiegen. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Deutschen Apothekerverbands (DAV) auf Basis der Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren. Im gleichen Zeitraum ist die für die Vergütung der Apotheken maßgebliche Zahl der abgegebenen Medikamente um 1,5 Prozent auf 749 Millionen gesunken. Die Krankenkassen geben also mehr Geld für weniger Medikamente aus. Der DAV-Vorsitzende Dr. Hans-Peter Hubmann fordert daher, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, das Festhonorar pro abgegebene Medikamentenpackung von 8,35 Euro auf 9,50 Euro zu erhöhen. tg in Studium, Lehre sowie Aus- und Weiterbildung von medizinischen und medizinnahen Berufen gestärkt werden. Außerdem spricht sich der Wissenschaftsrat für eine „gesundheitsförderliche Regulierung“ von Alkohol, Tabak und hochverarbeiteten Lebensmitteln aus sowie dafür, die zusätzlichen Mittel für die Präventionsforschung einzusetzen. jf

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