Rheinisches Ärzteblatt 04/2025

Rheinisches Ärzteblatt / Heft 4 / 2025 31 Wissenschaft und Fortbildung – Zertifizierte Kasuistik – Folge 84 Fragenkatalog zur Zertifizierten Kasuistik „Eisenmangelanämie bei einem 50 Jahre alten Mann“ 1. Wie lautet Ihre Diagnose? a) Volvulus b) Desmoidtumor c) Morbus Crohn d) Dünndarmkarzinom e) Gastrointestinaler Stromatumor (GIST) 2. Bei dem Verdacht auf ein Dünndarmkarzinom sollte welches Staging erfolgen? a) keine weitere Bildgebung b) nur eine Ultraschalluntersuchung des Abdomens c) Computertomographie Thorax und Abdomen d) Magnetresonanztomographie des Gehirns e) Positronen-Emissions-Tomografie (PET) 3. Welche kurative Therapie ist bei dem hochgradigen Verdacht auf ein Dünndarmkarzinom indiziert? a) operative Resektion b) Strahlentherapie c) Immuntherapie d) Chemotherapie e) endoskopische Polypektomie 4. Was bedeutet der Verlust von MSH2 in der Immunhistochemie? a) Es bedeutet, dass der Tumor keine Mikrosatelliteninstabilität aufweist. b) Es bedeutet, dass der Tumor nicht operabel ist. c) Es ist ein Hinweis auf eine virale Infektion. d) Es zeigt an, dass keine weitere Behandlung erforderlich ist. e) Der Verlust von MSH2 ist gleichbedeutend mit einer defekten Mismatch-Reparatur (dMMR), was Mikrosatelliteninstabilität bedeutet. 5. Bei Ausfall von MSH2 in der immunhistochemischen Färbung sollte welcher weitere Schritt initiiert werden? a) Es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. b) molekularpathologische Untersuchung auf eine BRAF Gen, das Serin/Threonin-Kinase B-Raf kodiert)-Mutation c) Der Ausfall von MSH2 im Tumor verschlechtert die Prognose des Patienten. d) Initiierung einer humangenetischen Diagnostik auf eine krankheitsverursachende Mutation im MSH2-Gen nach vorheriger Aufklärung des Patienten im Rahmen des Gendiagnostikgesetzes. e) Durchführung einer Chemotherapie 6. Welche genetische Prädisposition erhöht das Risiko für die Entwicklung von Dünndarmkarzinomen und führt auch typischerweise zu einem Verlust von DNA-Reparaturgenen im Tumor? a) Lynch-Syndrom b) Li-Fraumeni-Syndrom c) BRCA2-Mutation d) Cowden-Syndrom e) familiäre adenomatöse Polyposis 7. Bei dem Nachweis einer krankheitsverursachenden Mutation im MSH2-Gen und somit der Diagnose eines Lynch-Syndroms sollte Folgendes erfolgen: a) Empfehlung zur präventiven Immuntherapie b) Anbieten einer genetischen Beratung und möglicher präventiver Testung der Familienmitglieder c) keine Berücksichtigung des dMMR/MSI-H-Status bei der Therapieplanung d) Durchführung einer prophylaktischen Kolektomie e) Verzicht auf engmaschige Nachsorgeuntersuchungen 8. Welche Vorsorgeempfehlungen sollten bei Betroffenen mit Lynch-Syndrom ausgesprochen werden? a) Koloskopie alle 24 Monate b) jährliche Computertomographie-Kolonographie c) jährliches Ganzkörper-Magnetresonanztomographie d) keine Vorsorge notwendig e) intensivierte Brustkrebsvorsorge 9. Bei dem Vater des Patienten erfolgte bei Nachweis eines Lynch-Syndroms in der prädiktiven Testung eine Koloskopie. Hier zeigte sich die Diagnose eines Rektumkarzinoms. Welche Aussage zum Staging beim Rektumkarzinom ist richtig? a) CT von Abdomen und Thorax ist ausreichend für das Staging. b) Die rektal-digitale Untersuchung des Tumors ist ausreichend für die Lokalbeurteilung. c) Eine Magnetresonanztomographie des Beckens sollte durchgeführt werden. d) Endosonographie des Rektums ist ausreichend für das Staging. e) Eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) ist integraler Bestandteil der Stagings. 10. Wie hoch ist die Prävalenz des Lynch-Syndroms in der Allgemeinbevölkerung? a) 1 zu 300 b) 1 zu 3.000 c) 1 zu 30.000 d) 1 zu 100.00 e) 1 zu 500.000 Hinweis: Die 2 Fortbildungspunkte können über das System des Einheitlichen Informationsverteilers (EIV) Ihrem Punktekonto bei der Ärztekammer gutgeschrieben werden. Es werden Ihre Einheitliche Fortbildungsnummer, die Veranstaltungsnummer und die Anzahl der Punkte übermittelt. Einsendeschluss: Die Lernerfolgskontrolle muss spätestens bis Donnerstag, 29. Mai 2025 per Fax oder per Post eingegangen sein (Poststempel). Fax: 0211 4302-5808, Postanschrift: Ärztliche Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung in Nordrhein, Tersteegenstr. 9, 40474 Düsseldorf. Auflösung: im Rheinischen Ärzteblatt 6/2025 in der Rubrik Magazin. via www.aekno.de Die Zertifizierte Kasuistik findet sich auf der Homepage der Ärztekammer Nordrhein unter www.aekno.de/cme. Die bisher veröffentlichten Kasuistiken der Reihe finden sich zu Übungszwecken unter www.aekno.de/cmetest. Kurzanleitung zur „Zertifizierten Kasuistik“

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