Rheinisches Ärzteblatt 04/2025

Magazin Rheinisches Ärzteblatt / Heft 4 / 2025 7 Social Media Kampagne Gegen Rassismus im Gesundheitswesen Das NRW-Gesundheitsministerium hat gemeinsam mit zahlreichen Organisationen aus dem Gesundheitswesen eine Initiative gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen gestartet. Zu den Beteiligten gehören auch die beiden Ärztekammern und die Kassenärztlichen Vereinigungen des Landes. Ziel der Aktion unter dem Hashtag #GewaltHilftKeinBisschenWirSchon ist es, den zunehmenden Übergriffen gegen Ärzte, Pflegekräfte und andere Gesundheitsberufe entgegenzutreten. Die Initiatoren weisen darauf hin, dass rund 15 Prozent der Ärzte und Pflegekräfte in Deutschland eine ausländische Staatsbürgerschaft haben und ohne sie die Versorgung auf dem heutigen Niveau nicht mehr möglich wäre. Das Landesgesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben bereits im Juni 2024 eine Studie zu Rassismus und Antisemitismus gegenüber Beschäftigten im Gesundheitswesen in NRW in Auftrag gegeben, die sich auch mit dem Thema Gewalt befasst. Alle im Gesundheitswesen Tätigen seien aufgerufen, sich an einer Online-Befragung zu beteiligen (https://ispo-institut.de/Studie-RassismusAntisemitismus-Gesundheitswesen). Ergebnisse würden im Sommer 2026 erwartet. HK Empfehlungen für mehr Klimaschutz In seiner 12. Stellungnahme hat der Expertenrat „Gesundheit und Resilienz“ der Bundesregierung Empfehlungen vorgelegt, wie das Gesundheitswesen klimafreundlicher werden kann. Unter anderem fordern die Experten, die Ausgaben für klimaverträgliche Prävention und Gesundheitsförderung deutlich zu steigern, um die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen zu senken. Zudem sollten Bauvorhaben nur noch dann gefördert werden, wenn sie klimaneutral und ressourcenschonend sind. Durch Anreize solle die Verwendung von klima- und umweltfreundlichen Arzneimitteln und Medizinprodukten gefördert werden. Weltweit seien die Gesundheitssysteme für 4,4 Prozent der klimaschädlichen Emissionen verantwortlich. HK Kurz gemeldet Hautkrebsdiagnosen steigen Die Zahl der Hautkrebsdiagnosen in Deutschland ist deutlich gestiegen. Laut dem Arztreport der Barmer hat sich die Zahl der Diagnosen von schwarzem Hautkrebs von 2005 bis 2023 verdoppelt, während sich die Fallzahlen für weißen Hautkrebs sogar fast verdreifachten. Insbesondere in den Geburtenjahrgängen ab Ende der 1950er Jahre zeigten sich nach Angaben der Krankenkasse steigende Risiken, ab den Jahrgängen nach 1980 sinke das Hautkrebsrisiko wieder. Wie aus dem Arztreport weiter hervorgeht, sind Frauen häufiger von Hautkrebs betroffen als Männer. 2023 lebten in Deutschland 225.600 Frauen mit Hautkrebs und 191.800 Männer. Eine Rolle spiele dabei, dass die Diagnose bei Frauen früher gestellt werde. MST Impfverhalten hat sich verändert Der Verband forschender Pharmaunternehmen (vfa) hat Mitte Februar Daten zum Impfverhalten der Bevölkerung in den Jahren 2018 bis 2024 veröffentlicht (www.vfa. de/impfdashboard). Danach hat unter anderem die Zahl der Impfungen gegen HPV, Pneumokokken und Meningokokken B zugenommen. Weiter abgenommen hat dagegen die Zahl der Grippeimpfungen. Nach einem pandemiebedingten Hoch in den Jahren 2020 und 2021 sei die Zahl der Impfungen gegen Influenza in den Folgejahren stetig gesunken. Ein starker Rückgang zeigte sich auch bei den Impfungen gegen Gürtelrose, die wie bei Grippe vor allem Menschen ab 60 Jahren empfohlen werde – ein Trend, der der demografischen Entwicklung zuwiderlaufe. MST Facharztprüfungen Anmeldeschluss und Termine Der nächste zu erreichende Prüfungszeitraum zur Anerkennung von Facharztkompetenzen, Schwerpunktbezeichnungen und ZusatzWeiterbildungen bei der Ärztekammer Nordrhein ist vom 7. bis 11. Juli 2025. Anmeldeschluss: Freitag, 9. Mai 2025 Ärztinnen und Ärzte, die zur Prüfung zugelassen sind, erhalten eine schriftliche Ladung mit dem genauen Prüfungstermin und der Uhrzeit mindestens 14 Tage vorher. www.aekno.de/Weiter bildung/Pruefungen ÄkNo Allgemeinmedizin Notfallsituationen trainieren Für Praxisteams aus Weiterbildern sowie Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung bietet das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Nordrhein (KWNO) Seminare zum Training von Notfallsituationen an. Gerade in solchen Situationen sei eine gute Teamkooperation entscheidend für die optimale Patientenversorgung, so das KWNO. Ziele der Fortbildung seien das Erarbeiten und Umsetzen von effektiven Notfallstrategien und die Förderung des Teambuilding für eine gelungene ambulante Weiterbildung. Die Seminare finden jeweils an zwei Freitagnachmittagen statt. Die Termine werden nach der Anmeldung individuell mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern koordiniert: https://kompetenzzentrum- nordrhein.de HK An der Social Media Initiative des NRW Gesundheitsministeriums beteiligen sich unter anderem Krankenhäuser, Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte. Foto: MAGS

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