Rheinisches Ärzteblatt 04/2026

28 Rheinisches Ärzteblatt / Heft 4 / 2026 Wissenschaft und Fortbildung – Zertifizierte Kasuistik – Folge 88 Fragenkatalog zur Zertifizierten Kasuistik „Rezidivierende Infekte, zunehmende Müdigkeit und Knochenschmerzen bei einer 65-jährigen Patientin“ 1. Wie lautet die wahrscheinlichste Diagnose? a) MGUS b) Multiples Myelom mit Endorganschaden c) Smoldering Myelom d) Akute Leukämie e) Lymphom mit Knochenmarkbefall 2. Was zeigt die dargestellte Abbildung am ehesten? a) Polykolonale Hypergammaglobulinämie b) Hypogammaglobulinämie c) Monoklonaler M-Gradient d) Akute-Phase-Reaktion e) Albuminmangel 3. Welcher Befund spricht in diesem Fall gegen ein therapie- pflichtiges multiples Myelom? a) Anämie b) Knochenschmerzen c) erhöhtes Gesamteiweiß d) fehlender Nachweis osteolytischer Läsionen e) monoklonales Immunglobulin 4. Welche Untersuchung ist zur Abgrenzung zwischen Smoldering Myelom und therapiepflichtigem multiplem Myelom zwingend erforderlich? a) PET-CT b) Low-dose-CT des Skeletts c) Knochenszintigrafie d) Liquordiagnostik e) Schädel-MRT 5. Welche Konstellation ist typisch für ein Smoldering Myelom? a) Monoklonales Protein ohne Plasmazellvermehrung b) < 10 Prozent klonale Plasmazellen c) ≥ 10 Prozent klonale Plasmazellen ohne Endorganschaden d) Osteolysen mit Hyperkalzämie e) rasch progrediente Niereninsuffizienz 6. Wodurch lässt sich die erhöhte Infektanfälligkeit am ehesten erklären? a) erhöhte CRP-Werte b) Immunsuppression durch Medikamente c) funktionelle Antikörperdefizienz d) Leukopenie e) Vitamin-D-Mangel 7. Welche Aussage zur Therapie des Smoldering Myeloms trifft zu? a) Es besteht immer eine sofortige Therapieindikation. b) Eine Therapie ist grundsätzlich kontraindiziert. c) Bei Hochrisiko-Konstellation kann eine frühe Therapie erwogen werden. d) Eine Therapie erfolgt nur bei Frakturen. e) Eine Therapie ist aktuell nicht zugelassen. 8. Welche Ursache hat die Blutungsneigung bei dieser Patientin am ehesten? a) erhöhter INR b) paraproteinbedingte immunologische Gerinnungsstörung c) Vitamin-K-Mangel d) Antikoagulation e) Lebererkrankung 9. Welche Aussage zum Verlauf des Smoldering Myeloms trifft zu? a) Es schreitet nie in ein multiples Myelom fort. b) Das Progressionsrisiko ist individuell unterschiedlich. c) Eine Progression tritt erst nach Jahrzehnten auf. d) Klinische Symptome spielen keine Rolle. e) Bildgebung ist immer pathologisch. 10. Was ist Bestandteil der weiteren Betreuung dieser Patientin? a) Keine weiteren Kontrollen notwendig. b) regelmäßige hämatologische Verlaufskontrollen c) ausschließlich symptomatische Therapie d) einmalige Verlaufskontrolle nach einem Jahr e) Verzicht auf erneute Laborkontrollen. Fortsetzung Einsendeschluss: Die Lernerfolgskontrolle muss spätestens bis Donnerstag, 28. Mai 2026 per Fax oder per Post eingegangen sein (Poststempel). Fax: 0211/4302 5808, Postanschrift: Ärztliche Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung in Nordrhein, Tersteegenstr. 9, 40474 Düsseldorf. Auflösung: im Rheinischen Ärzteblatt 6/2026 in der Rubrik Magazin. via www.aekno.de Die Zertifizierte Kasuistik findet sich auf der Homepage der Ärztekammer Nordrhein unter www.aekno.de/cme. Anmeldung: Erstmalige Registrierung mit Nachnamen, Arztnummer, Einheitlicher Fortbildungsnummer (falls vorhanden) und einer aktuellen E-Mail-Adresse. Die zukünftige Anmeldung erfolgt über die angegebene E-MailAdresse und das selbst gewählte Passwort. In dem geschlossenen Bereich finden sich • der einführende Artikel zum jeweiligen Thema, • die ausführlichen medizinischen Informationen und • der Fragenkatalog. Die bisher veröffentlichten Kasuistiken der Reihe finden sich zu Übungszwecken unter www.aekno.de/cmetest.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjMxMzg=