Rheinisches Ärzteblatt 04/2026

6 Rheinisches Ärzteblatt / Heft 4 / 2026 Magazin Weltärztebund Wechsel an der Verbandsspitze Dr. Ramin Parsa-Parsi, langjähriger Leiter des Dezernats „Internationale Angelegenheiten“ der Bundesärztekammer, wird neuer Generalsekretär des Weltärztebundes. Er folgt am 1. Mai auf Dr. Otmar Kloiber, der in den Ruhestand tritt. ParsaParsi bringe umfangreiche Expertise in Fragen der globalen Gesundheit sowie medizinisch-ethischen Themen in sein neues Amt ein, erklärte der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt. Unter anderem war Parsa-Parsi maßgeblich an der Revision des Genfer Gelöbnisses von 2017 beteiligt, das die ethischen Prinzipien ärztlichen Handelns zusammenfasst. HK Bewegung Kurzberatung durch Hausärzte Regelmäßige Bewegung verbessert nachweislich Prognose und Lebensqualität von Menschen mit koronarer Herzerkrankung. Im hausärztlichen Alltag fehlen jedoch oft Zeit und praxistaugliche Tools für motivierende Kurzgespräche. Hier setzt das Forschungsprojekt OptiCor an, das ein kompaktes 3,5-stündiges Training zur Bewegungs-Kurzberatung entwickelt hat. Aktuell sucht die Universität Düsseldorf Hausärzte aus NRW, die an dem Training teilnehmen und OptiCor unterstützen möchten. Studienbegleitend erfolgt eine kurze Befragung von jeweils etwa zwölf KHKPatienten der teilnehmenden Praxen. Kontakt: Alicia Prinz, 0211-81 06622, opticor@med.uni-duessel dorf.de; Infos: www.opticorstudy.info EB Ambulante Versorgung Laumann stellt Eckpunkte für Primärversorgungssystem vor Der Weg zur ärztlichen Versorgung soll in Zukunft über eine verbindliche telefonische oder digitale Ersteinschätzung unter der 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) führen. Patientinnen und Patienten sollen zudem nur noch auf Überweisung des Hausarztes Fachärztinnen und Fachärzte aufsuchen dürfen. Ausnahmen gelten unter anderem für Gynäkologen. Das sehen die Eckpunkte für ein Primärversorgungssystem vor, die NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Anfang März gemeinsam mit Vertretern der Ärzteschaft und der Krankenkassen in Düsseldorf vorgestellt hat. Eine gezielte Steuerung und verbindliche Anlaufstellen durch Primärversorgungspraxen könnten dazu beitragen, die vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen gezielter einzusetzen, erklärte Laumann. In ihrem Alltag sollten Praxen zudem durch Bürokratieabbau, stärkere Teamstrukturen, Dauerverordnungen und -überweisungen sowie den Ausbau digitaler Prozesse entlastet werden. Die Ärztekammer Nordrhein sprach sich dafür aus, dass Patienten, die bereits einen Hausarzt haben, diesen bei Bedarf auch weiterhin direkt ohne vorherige Ersteinschätzung aufsuchen dürfen. Die KV Nordrhein betonte, dass nicht jeder Patient pauschal vom Hausarzt gesteuert werden müsse. Insbesondere chronisch Kranke benötigten differenzierte Angebote, beispielsweise eine Steuerung im Tandem von Hausarzt und Facharzt gemeinsam. HK Nordrhein ist Gastgeber 79. Deutscher Ärztetag in Düsseldorf Das Rheinische Ärzteblatt (RÄ) machte in seiner zweiten April-Ausgabe 1976 auf das Programm des 79. Deutschen Ärztetages (DÄT) in Düsseldorf aufmerksam. Das Treffen des Ärzteparlaments fand vom 10. bis 15. Mai 1976 in der neu gestalteten Stadthalle auf dem alten Messegelände in der Fischerstraße statt. Ausdrücklich wurden die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte eingeladen, dem DÄT als Zuhörer beizuwohnen, um ihr „Interesse und ihre Verbundenheit mit ihrem Beruf und an der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens durch ihre Anwesenheit zu unterstreichen“. Auf der Tagesordnung stand unter anderem das Grundsatzreferat des Präsidenten der Bundesärztekammer Professor Dr. Hans Joachim Sewering. Schwerpunktthemen waren die Neufassung der (Muster-)Berufsordnung und der (Muster-) Weiterbildungsordnung sowie die „Ärztliche Zusammenarbeit bei ambulanter und stationärer Versorgung“. Die Eröffnung des 79. DÄT hieß damals noch „Öffentliche Kundgebung“ und war etwas anders gestaltet als heute. Neben der Begrüßung des Präsidenten der gastgebenden Kammer und der Einführung durch den Präsidenten der Bundesärztekammer hielten „Vertreter der eingeladenen politischen Parteien“ Ansprachen. Damals waren diese die im Bundestag vertretenen Parteien CDU/CSU, SPD und FDP. Ihnen waren im Vorfeld „eine Reihe aktueller Fragen zur Gesundheits- und Sozialpolitik“ gestellt worden, sodass diese im Rahmen der Kundgebung beantwortet werden konnten. bre Das Eckpunktepapier des NRWGesundheitsministeriums zur Zukunft der ambulanten Versorgung ist abrufbar unter https://www. mags.nrw/eck punkte-zukunfts feste-ambulantemedizinische- versorgung Grafik: MAGS Eckpunkte für das Gelingen eines Primärversorgungssystems mags.nrw Ambulante Versorgung zukunftsfest gestalten Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

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