Rheinisches Ärzteblatt / Heft 6 / 2026 33 Bücher Demenz: Angehörige im Fokus Das vorliegende Buch ist im Rahmen der Umsetzung der nationalen Demenzstrategie erarbeitet worden. Die Autorinnen und Autoren geben einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse und wirksame Unterstützungsansätze für Angehörige, die Menschen betreuen und pflegen, die an Demenz erkrankt sind. Denn die Angehörigen sind wichtige Bezugspersonen, auf die sich die Patientinnen und Patienten im Verlauf ihrer Erkrankung immer mehr fokussieren. Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, eine Einrichtung in der Helmholtzgemeinschaft, hat zusammen mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft die Herausgeberschaft des Buches übernommen, um Expertinnen und Experten aus der Versorgungsforschung eine Plattform zu bieten, damit sie ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse einem breiten Publikum präsentieren können, wie die Vorstände der beiden Organisationen im Vorwort schreiben. Die Beiträge der 58 Autorinnen und Autoren sind in 30 Kapitel gegliedert, die in vier Themenblöcke unterteilt sind. Die ersten beiden beschäftigen sich mit den Perspektiven von Angehörigen von Menschen mit Demenz und deren Unterstützung. Der dritte Teil diskutiert Möglichkeiten, wie Angehörige in die Demenz- und Versorgungsforschung einbezogen werden können. Das abschließende Kapitel fasst Handlungsempfehlungen für Forschung, Praxis und Politik zusammen. bre Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE), Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. (Hrsg): Angehörige von Menschen mit Demenz. Forschungsergebnisse und Perspektiven. In: Versorgungsstrategien für Menschen mit Demenz. 1. Auflage, 2025, 426 Seiten, 78 Euro, ISBN 978-3-7799-8035-3, Beltz Juventa, Weinheim, Basel. KI und Gesundheit Der aktuelle Fehlzeiten-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK in Kooperation mit der Universität Bielefeld und der Berliner Hochschule für Technik konzentriert sich auf Chancen und Risiken des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt. Die Autorinnen und Autoren gehen der Frage nach, welche Auswirkungen der Einsatz von KI auf die betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitsumgebungen sowie die Führung und Gesundheit der Beschäftigten haben kann. Die Beiträge kreisen beispielsweise um die Fragen, wie KI eingesetzt werden könnte, damit die menschlichen Fähigkeiten erweitert und zugleich die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Privatsphäre geschützt werden. Was sind die Voraussetzungen von KI-Systemen, in denen die produktive Zusammenarbeit von Mensch und Maschine gelingt? Daneben stellen die Herausgeber wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze zum menschen- und gesundheitszentrierten Umgang mit KI vor, die im Arbeitsschutz und der betrieblichen Gesundheitsförderung bereits existieren. Auch ethische Aspekte, die sich beim Einsatz von KI in der Arbeitswelt ergeben, werden in einem Kapitel diskutiert. Wie gewohnt stellt der Fehlzeiten-Report neben dem Schwerpunktthema Daten und Analysen zu krankheitsbedingten Fehlzeiten von Beschäftigten in Deutschland auf Basis von Befragungen, Daten der AOK-Versicherten aus dem Jahr 2024 und allgemeinen Statistiken vor. Die aktuellen Statistiken schlüsseln den Krankenstand in allen Branchen auf und liefern vergleichende Analysen nach Berufsgruppen, Bundesländern und Städten. Daneben werden die wichtigsten Krankheitsarten für die Arbeitsunfähigkeit aufgezählt. Arbeitsunfälle, Langzeitarbeitsunfähigkeit und die Themen Kinderkrankengeld sowie Burnout werden detailliert ausgewertet. Ein separater Beitrag greift die Diskussion um hohe Fehlzeiten und die Einführung von Karenztagen sowie mögliche Auswirkungen einer Absenkung der Lohnersatzrate auf. bre Badura, B., Ducki, A., Meyer, M., Baumgardt, J., Schröder, H. (Hrsg): Fehlzeiten-Report 2025. KI und Gesundheit – Möglichkeiten nutzen, Risiken bewältigen, Orientierung geben. 2025, 735 Seiten, 69,99 Euro, ISBN 978-3-66271884-1, Springer Verlag, Berlin. Prävention von Herz-Kreislauf- Erkrankungen Der Autor Professor Dr. Martin Middeke arbeitete und forschte bis 1993 an der Medizinischen Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sein Forschungsschwerpunkt war die Blutdruckregulation und Therapie der arteriellen Hypertonie. Auch als Chefarzt einer Rehaeinrichtung setzte er die klinische Forschung in diesem Bereich fort. In seinem aktuellen Buch erläutert er laienverständlich die Zusammenhänge von Alter, Geschlecht, Körpergröße, Gefäßfunktion und Sterblichkeit. Das Zusammenspiel von Herzfrequenz, Atmung und Blutdruck habe einen wichtigen Einfluss auf die Versorgung der Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen, was wiederum essenziell für ein gesundes Altern ist. Neben den grundlegenden organischen Zusammenhängen geht der Autor auf beeinflussbare Risikofaktoren wie etwa Rauchen, Übergewicht oder Stress ein. Daneben gibt er Tipps für die Gesunderhaltung der Blutgefäße durch einen gesunden Lebensstil und erläutert die Wirkweise von Lipidsenkern und Antidiabetika. Abschließend stellt Middeke verschiedene moderne Diagnoseverfahren für das frühzeitige Erkennen von Gefäßerkrankungen vor. bre Martin Middeke: Die Altersformel. Wie uns eine gute Durchblutung gesund hält. Herz-Kreislauf- Erkrankungen verhindern. 2025, 183 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-398791-312-9, Westend Verlag, Neu-Isenburg.
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