Magazin 10 Rheinisches Ärzteblatt / Heft 7 / 2026 Magazin – Studium und Berufseinstieg Ich bin richtig froh, dass es mittlerweile endlich Sommer wird. Wenn die Sonne scheint, es warm ist und wenn man Sonnencreme riecht, ist das Leben auch schon viel schöner. Ich mag das Sommersemester im Vergleich zum Wintersemester generell sowieso viel lieber. Denn dann kann ich endlich wieder einen Stuhl auf den Balkon stellen und meine Anki-Karten mit einer Sonnenbrille auf der Nase klicken. Mir fällt bei schönem Wetter auch nochmal mehr auf, wie wichtig es doch ist, einen Ausgleich zum Studieren und Lernen zu haben und auch einmal einfach andere Dinge zu tun. Sei es, ein Erfrischungsgetränk im Park zu genießen oder oder sich auf´s Rennrad zu schwingen und Aachen sowie Umgebung unsicher zu machen. Maastricht ist wirklich schön, da gibt es sehr viele schöne Cafés mit sehr leckerem Kaffee und Kuchen. Allerdings sind tatsächlich hin und zurück 500 Höhenmeter zu überwinden. Ich habe irgendwie gedacht, dass die Niederlande flacher sind. Das hat aber gut gepasst, denn ich stecke gerade mitten im Systemblock Atmungsapparat. Ich konnte also am eigenen Leibe spüren, wie sich so ein absinkender pH-Wert des Blutes durch vermehrte Produktion von Laktat anfühlt und wie toll das meine Lunge durch Abatmen von CO₂ kompensieren kann. Ich finde es immer wieder spannend, das, was ich lerne, auch an meinem Körper zu sehen, zu spüren und auch zu verstehen, obwohl ich das auf den Anstiegen mit Gegenwind nach Maastricht eigentlich gar nicht so cool fand. Wie erlebt Ihr das Medizinstudium? Schreibt mir unter medizinstudium@ aekno.de Gesundheit. Gut erklärt. Jetzt für den Medfluencer-Preis 2026 bewerben Die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe vergeben erstmals in diesem Jahr den Medfluencer-Preis. Bei dem Wettbewerb können auch Medizinstudentinnen und -studenten Beiträge einreichen, denn der Wettbewerb ist aufgeteilt in die Kategorien „Ärztinnen und Ärzte“ sowie Medizinstudierende. Dem Gewinner winkt ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro. Die Schirmherrschaft für den Medfluencer-Preis 2026 hat Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann übernommen. Ausgezeichnet werden fachlich fundierte und allgemeinverständliche Videobeiträge auf Social Media wie Youtube Shorts, Instagram und TikTok. Alle Beiträge müssen den professionellen Standards der journalistischen Arbeit und der ärztlichen Sorgfaltspflicht genügen. Es können bis zu drei Beiträge eingereicht werden, die zwischen dem 1. Januar und dem 1. Juli 2026 entstanden sind. Über die Preisvergabe entscheidet bis Anfang September 2026 eine sechsköpfige Jury. Dazu zählen die Präsidenten der Ärztekammer Nordrhein, Dr. Sven Dreyer, und der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Hans-Albert Gehle. Ebenfalls konnten für die Jury die beiden Medfluencer Dr. Heinz-Wilhelm Esser, besser bekannt als Doc Esser, sowie Dr. Nibras Naami gewonnen werden, der den bekannten Instagram-Kanal „handfussmund“ betreibt. Zudem gehören zur Jury die gesundheitspolitische Sprecherin des Bündnis 90 / Die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag Meral Thoms sowie die Journalistin Stephanie Weltmann. Mit dem Preis wollen die beiden Ärztekammern Videos auf Social Media auszeichnen, die auf informative, wissensbasierte und auch Mail aus Aachen Klara Schmitz Foto: privat Praktisches Jahr Forderungen zum Teil erfüllt Im aktuellen Verordnungsentwurf zur Approbationsordnung sind zum Teil seit langem von Medizinstudierenden und ärztlichen Verbänden geforderte Änderungen für das Praktische Jahr (PJ) enthalten. Der Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums sieht bis zu zehn zusätzliche krankheitsbedingte Fehltage sowie die Aufhebung der Deckelung der PJ-Aufwandsentschädigung vor. Die geplanten Änderungen begrüßten sowohl die Bundesvertretung der Medizinstudierenden e.V. (bvmd) als auch der Ausschuss Medizinstudierender im Hartmannbund als erste wichtige Schritte. „Die neue Fehlzeitenregelung ist eine echte Erleichterung, weil nun endlich eine Krankmeldung möglich ist – ohne Sorge, dabei den Urlaub oder Lerntage vor dem dritten Staatsexamen zu verlieren”, sagte Aljoscha Lorentz von der bvmd. Der Wegfall der Deckelung der Aufwandsentschädigung biete Kliniken im ländlichen Raum die Möglichkeit, finanzielle Anreize für PJler zu schaffen und dadurch ihre Attraktivität als Ausbildungsstelle zu steigern. Die Medizinstudierenden im Hartmannbund mahnen gleichzeitig weitere Strukturreformen beim PJ an. Die von der Politik geplanten Maßnahmen ließen zentrale Probleme unberührt. Beispielsweise würden PJler häufig mit Tätigkeiten betraut, die keinen erkennbaren Lernwert haben, wie Botengänge oder Routinetätigkeiten. Ebenfalls fehle es vielerorts an verlässlichen Lehrstrukturen, klar definierten Lernzielen und kontinuierlicher Betreuung, wie eine aktuelle Befragung des Hartmannbunds unter PJ-Studierenden ergab. bre verständliche Weise medizinische Sachverhalte für ein breites Publikum aufbereiten. Die Bewerbungsfrist endet am Freitag, 10. Juli 2026. Nähere Informationen zu den Bewertungskriterien der Beiträge, den Jury-Mitgliedern sowie ein Formular für die Online-Bewerbung finden sich auf der Homepage der Ärztekammer Nordrhein unter www.aekno.de/preis2026. bre
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