Rheinisches Ärzteblatt 09/2025

Magazin Rheinisches Ärzteblatt / Heft 9 / 2025 7 Bundesärztekammer Zugang zu humanitärer Hilfe für Menschen in Gaza Die Bundesärztekammer (BÄK) hat die politischen Entscheidungsträger in Deutschland, Europa und weltweit aufgerufen, sich für den Schutz medizinischer Einrichtungen und den uneingeschränkten Zugang zu humanitärer Hilfe für die Menschen in Gaza einzusetzen. Die Einfuhr und Verteilung von Medikamenten, Lebensmitteln und Wasser dürfe nicht behindert oder verzögert werden. Der Schutz medizinischer Einrichtungen, des Personals und der Patienten sei für alle Konfliktparteien eine völkerrechtliche Verpflichtung, erklärte BÄKPräsident Dr. Klaus Reinhardt. Hilfszentren, Gesundheitseinrichtungen und zivile Unterkünfte dürften weder angegriffen noch für militärische Zwecke missbraucht werden. Außerdem forderte die BÄK die sofortige und bedingungslose Freilassung aller in Gaza festgehaltenen Geiseln. Deren Inhaftierung stelle ebenfalls einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar. Die Ärztekammer Nordrhein unterstützt die Forderungen der Abtreibung: G-BA passt Vorgaben an Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Anforderungen an medizinische Einrichtungen angepasst, die ambulante Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Die Vorgaben für die Ausstattung und das vorzuhaltende Personal richteten sich zukünftig danach, ob eine Einrichtung Schwangerschaftsabbrüche ausschließlich medikamentös oder auch operativ durchführe, erklärte der G-BA. Studien zeigten, dass der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ein sicheres ambulantes Verfahren sei, das regelmäßig keine operative Intervention erfordere. Spezielle räumliche oder apparative Voraussetzungen seien deshalb im Gegensatz zu operativen Eingriffen nicht erforderlich. HK Kurz gemeldet Gut informiert über mentale Gesundheit Knapp 80 Prozent der Jugendlichen in Deutschland haben eine Vorstellung davon, wie sich psychische Erkrankungen äußern können. 72 Prozent wissen, was ihnen bei psychischen Belastungen helfen könnte. Das geht aus der aktuellen Sinus-Jugendstudie im Auftrag der Barmer hervor. Befragt wurden im September 2024 bundesweit 2.000 Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren. Der Krankenkasse zufolge halten es jedoch nur 38 Prozent der Befragten für leicht, über ihre eigene psychische Situation zu sprechen. Um hier niedrigschwellige Hilfe zu leisten, bietet die Barmer ein kostenfreies Online-Seminar „Mentale Erste Hilfe“ an. HK Suizide verhindern Anlässlich des Welttages der Suizidprävention am 10. September finden auch in diesem Jahr bundesweit zahlreiche Symposien, Fachveranstaltungen und Aktionen statt. Ziel ist es nach Angaben der Organisationen zur Suizidprävention, auf die hohe Zahl an Suiziden sowie auf bestehende Möglichkeiten der Prävention aufmerksam zu machen. Laut Statistischem Bundesamt sterben in Deutschland jährlich rund 10.000 Menschen durch Suizid. Weltweit sind es etwa 700.000 Todesfälle pro Jahr. Der Aktionstag wurde 2003 von der Weltgesundheitsorganisation und der Internationalen Vereinigung für Suizidprävention initiiert. Weitere Informationen unter www.welttag- suizidpraevention.de MST Facharztprüfungen Anmeldeschluss und Termine Der nächste zu erreichende Prüfungszeitraum zur Anerkennung von Facharztkompetenzen, Schwerpunktbezeichnungen und Zusatz-Weiterbildungen bei der Ärztekammer Nordrhein ist vom 17. bis 21. November 2025. Anmeldeschluss: Freitag, 19. September 2025 Ärztinnen und Ärzte, die zur Prüfung zugelassen sind, erhalten eine schriftliche Ladung mit dem genauen Prüfungstermin und der Uhrzeit mindestens 14 Tage vorher. www.aekno.de/Weiter bildung/Pruefungen ÄkNo Lösungen zur Zertifizierten Kasuistik Folge 85 27-jähriger Patient mit partieller Verfärbung und Kältegefühl der rechten Hand Richtige Antworten: 1e, 2c, 3e, 4d, 5a, 6e, 7d, 8e, 9b, 10e Folge 86 der Reihe erscheint in der Oktober-Ausgabe 2025 des Rheinischen Ärzteblattes und im Internet unter www.aekno.de/cme. bre Rauchfrei im Mai 21.000 Teilnehmer Mehr als 21.000 Raucherinnen und Raucher haben in diesem Jahr an der Aktion „Rauchfrei im Mai“ teilgenommen. Das hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit mitgeteilt. Rauchen und seine gesundheitlichen Folgen stellten weiterhin ein großes Problem dar, erklärte der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Professor Dr. Hendrik Streeck. Zugleich gelte es, neuen Trends mit Vapes, Tabakerhitzern und Pouches entgegenzuwirken. Ein bloßer Produktwechsel weg von der Zigarette sei kein Fortschritt. HK Die Einfuhr und Verteilung von Medikamenten, Lebensmitteln und Wasser dürfe nicht behindert werden, fordert die Bundesärztekammer. Bundesärztekammer uneingeschränkt. BÄKPräsident Reinhardt begrüßte zudem eine Initiative des Präsidenten des Israelischen Ärzteverbandes, Professor Zion Hagay, der die israelische Regierung in einem Schreiben aufgefordert hat, mutmaßliche Verstöße gegen die medizinische Ethik und das humanitäre Völkerrecht durch das Militär aufzuklären. HK Foto: picture alliance / Anadolu / Dawoud Abo Alkas

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