Rheinisches Ärzteblatt 09/2025

Magazin Rheinisches Ärzteblatt / Heft 9 / 2025 9 Medizinische Fachangestellte Ärzteschaft wirbt für einen vielseitigen Beruf film der Kampagne auf ihren Websites einzubinden oder zu verlinken: Videos - Bundesärztekammer. HK Nach dem Erfolg der ersten Kampagne „Von Beruf wichtig“ aus dem August 2023 haben die Bundesärztekammer (BÄK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zum zweiten Mal gemeinsam eine Werbeoffensive für den Beruf der Medizinischen Fachangestellten (MFA) gestartet. Die Tätigkeit als MFA sei vielseitig und verantwortungsvoll. Sie verlange medizinisches Fachwissen, Organisationstalent und Einfühlungsvermögen. In einem Video zur Kampagne zeigt ein Praxisteam, warum der MFA-Beruf so vielfältig und wichtig ist. Denn MFA seien die erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten und prägten maßgeblich den ersten Eindruck einer Praxis. BÄK und KBV appellieren an Praxisinhaberinnen und -inhaber, den KurzSachverständige Sozialgericht lädt zum Austausch Am 24. September 2025 von 15 bis 18 Uhr lädt das Sozialgericht Düsseldorf zusammen mit der Ärztekammer Nordrhein zum Erfahrungsaustausch mit medizinischen Sachverständigen ein. Auf dem Programm stehen Vorträge zur Gender-Medizin sowie parallele Arbeitskreise, die die medizinisch geprägten Rechtsgebiete abdecken, mit denen sich Sozialgerichte befassen. Darunter fallen Themen aus dem Renten-, Pflege-, Unfall-, Schwerbehinderten- und Krankenversicherungsrecht. Die Veranstaltung findet im Sozialgericht Düsseldorf, Ludwig-Erhard-Allee 21, 40227 Düsseldorf statt. Sie ist gebührenfrei und mit vier Punkten anerkannt. Anmeldung bis spätestens 12. September: verwaltung@sg- duesseldorf.nrw.de bre Notfälle 116 117 und 112 vernetzen Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) fordert von der Politik einen verbindlichen Fahrplan, um in Nordrhein-Westfalen die elektronische Vernetzung der Rufnummern 116 117 für den vertragsärztlichen Bereitschaftsdienst und 112 für den Rettungsdienst so schnell wie möglich umsetzen zu können. Noch fehle die digitale Infrastruktur für die 52 Leitstellen im Land. Anlass für die Forderung ist die Auswertung eines Pilotprojekts in Bonn, das im November 2024 gestartet war. Die Steuerung von Patienten über einen zentralen Kontaktpunkt habe eine „systemschonende und am medizinischen Bedarf orientierte Zuweisung der Anrufenden“ ermöglicht, teilte die KVNO mit. HK Medizinische Zwangsforschung Datenbank zu Opfern des Nationalsozialismus verfügbar Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) stellen seit Kurzem eine Datenbank zur Verfügung, die mehrere Tausend Biografien von Menschen umfasst, die im Nationalsozialismus Opfer der Euthanasie-Morde und unethischer Humanexperimente wurden. Neben Datensätzen zu den Betroffenen würden Informationen zu einzelnen Experimenten und beteiligten Institutionen bereitgestellt, teilten die beiden Organisationen mit. Eine interaktive Karte gebe Aufschluss über das Ausmaß und die geografische Verteilung der Verbrechen. Aufgebaut wurde die Datenbank im Rahmen des von der MPG geförderten Verbundprojekts „Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechtstaten“ mit Forschungsgruppen in Deutschland, Österreich und Großbritannien. Seit 2017 untersuchten Forscherinnen und Forscher tausende Hirnschnitte aus Sammlungen mikroskopischer Präparate der Max-Planck-Institute für Hirnforschung und für Psychiatrie, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus zwei Kaiser-Wilhelm-Instituten hervorgegangen waren. Ziel war es der MPG zufolge, den Opfern einen Namen zu geben und deren Gehirne, die für die Forschung missbraucht worden waren, nach Abschluss des Projekts würdig zu bestatten. Die MPG finanzierte das Projekt mit insgesamt fünf Millionen Euro. Die Datenbank im Internet: https://ns-medical-victims.org HK Denkmal für die Opfer medizinischer Zwangsforschung am ehemaligen Standort des Kaiser-WilhelmInstituts für Hirnforschung in Berlin Buch. Foto: Svea Pietschmann, Max Delbrück Center „Von Beruf wichtig“: Werbung für den Beruf des Medizinischen Fachangestellten Foto: BÄK

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