12 Rheinisches Ärzteblatt / Heft 10 / 2026 Thema Foto: unkas-photo/istockphoto.com Ein Beispiel für gelungene Transformation: Die Kliniken Rhein-Berg der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) haben sich neu aufgestellt und ihre beiden Standorte in Bergisch Gladbach zusammengelegt. Ein Großteil der bettenführenden Abteilungen befinde sich inzwischen am Standort des Vinzenz Pallotti Hospitals in Bensberg, heißt es in einer Mitteilung des Trägers. Dazu zählten Innere Medizin, Allgemein- und Bauchchirurgie, Urologie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe. Perspektivisch sei vorgesehen, auch die derzeit noch im Marien-Krankenhaus in Bergisch Gladbach angesiedelten Abteilungen Neurologie, Geriatrie und Palliativmedizin nach Bensberg zu verlagern. Dazu müssten allerdings zunächst die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden. Das MarienKrankenhaus soll zu einem Zentrum für ambulante Medizin weiterentwickelt werden. Die Neugestaltung der Gesundheitsversorgung in Bergisch Gladbach ist ein Beispiel von vielen, und sie verläuft ganz im Sinne der Krankenhausplanungsreform in Land und Bund. Da erscheint es folgerichtig, dass der bundesweit erste Förderbescheid für den Krankenhaustransformationsfonds (KHTF) im April dieses Jahres nach Bergisch Gladbach übersandt wurde (siehe Kasten). Insgesamt erhält die GFO gut 58 Millionen Euro für die Zusammenlegung und den Umbau der Standorte, von denen der Bund rund 45 Millionen Euro und das Land 13 Millionen Euro trägt. Sieben Millionen Euro steuert die GFO selbst bei. Das Ministerium ist zufrieden Im NRW-Gesundheitsministerium zeigt man sich mit dem Fortgang des Klinikumbaus im Land zufrieden. Die neue Krankenhausplanung ist seit dem 1. Januar 2026 vollumfänglich in Kraft. „Mit der erfolgreichen Umsetzung der Krankenhausplanung in NRW haben wir Pionierarbeit geleistet und als erstes Bundesland eine Planung nach Leistungsgruppen realisiert, die die dringend notwendigen Strukturveränderungen in der Krankenhauslandschaft bewirkt“, erklärt Landesgesundheitsminister KarlJosef Laumann gegenüber dem Rheinischen Ärzteblatt. Der neue Krankenhausplan wirke. Die Krankenhäuser richteten sich entlang ihrer Versorgungsaufträge neu aus, setzten Schwerpunkte, verabschiedeten sich auch von Aufgaben. Leistungen würden gebündelt und Strukturen neu geordnet, heißt es dazu aus dem Ministerium. Es sei zudem erkennbar, dass Krankenhäuser sich deutlich mehr als in der Vergangenheit untereinander sowie trägerübergreifend absprechen und vereinbaren. Das Ministerium betont zugleich, dass die Krankenhausplanung „ein fortlaufendes und lernendes System ist, das keinen definierten Endpunkt hat“. So hätten Krankenhausträger, Kostenträger und die zuständigen Planungsbehörden jederzeit das Recht, zu Verhandlungen über regionale Planungskonzepte aufzufordern, wenn die Versorgungssituation vor Ort dies erfordere. Klinikumbau im Gange NRW ist das erste Bundesland, das die neue Krankenhausplanung nach Leistungsgruppen bereits umsetzt. Hier hatte man sich schon vor sieben Jahren – lange vor den Reformbemühungen auf Bundesebene – auf einen Paradigmenwechsel verständigt mit dem Ziel, Überversorgung abzubauen, Zentrenbildung bei hochkomplexen Eingriffen zu fördern und zugleich eine flächendeckende Grund- und Notfallversorgung zu sichern. Das NRW-Gesundheitsministerium zeigt sich mit der bisherigen Entwicklung zufrieden. von Heike Korzilius
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