Magazin Rheinisches Ärzteblatt / Heft 12 / 2025 7 GOÄ-Novelle Ministerin Warken kündigt Umsetzung an Der Arbeitsprozess im Bundesgesundheitsministerium (BMG) sei aufgesetzt und die Reform der ärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) gehe jetzt auf der Grundlage des von Bundesärztekammer, PKV-Verband und Beihilfe erarbeiteten Entwurfs in die Umsetzung. Das kündigte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken Ende Oktober im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt an. Bis zur Vorlage eines Regelungsentwurfs aus dem BMG werde es aber sicher noch bis Mitte 2026 dauern, erklärte Warken. Dann müssten weitere Abstimmungen folgen, unter anderem im Bundesrat. Die Ministerin stehe zu ihrem Wort und schaffe Klarheit für alle, die seit Langem auf diese überfällige Reform warteten, sagte Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt zu Warkens Ankündigung. Eine GOÄ-Reform auf der Grundlage des dem Ministerium vorgelegten Entwurfs bringe ein endlich wieder zeitgemäßes Gebührenverzeichnis, sie stärke die ärztliche Zuwendung zu den Patientinnen und Patienten in allen medizinischen FachLeitlinien-Programm neu aufgelegt Das Programm für Nationale Versorgungsleitlinien (NVL) ist im Oktober neu gestartet. Herausgeber sind künftig die Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) und das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung. Das NVL-Programm geht auf eine 2003 gegründete Initiative von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und AWMF zurück, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, Leitlinien zu Volkskrankheiten wie Diabetes oder Rückenschmerz zu erarbeiten. Für die Redaktion der NVL war bis zu seiner Auflösung 2024 das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin verantwortlich. HK Kurz gemeldet Qualitätssicherung: Leitfaden überarbeitet Die Bundesärztekammer (BÄK) hat Leitfaden und Fortbildungscurriculum zum Peer-Review überarbeitet. Ziel sei es, im kollegialen Austausch Qualitätssicherung praxisnah weiterzuentwickeln, so die BÄK. Peers seien fachlich qualifizierte Personen, die mit dem Team auf einer Station oder in einer Praxis die dort üblichen Behandlungsabläufe durchgehen und gemeinsam herausarbeiteten, was besonders gut funktioniert und wo Risiken bestehen. Das Peer-Review sei freiwillig, betonte die BÄK. Es sei aber ein wirksames Instrument zur Förderung eines Klimas, das Kritik als wertvollen Impuls zur Verbesserung begreife. Der Leitfaden ist auf www.baek.de abrufbar. HK Gutachter dringend gesucht Das NRW-Gesundheitsministerium sucht in Kooperation mit den Ärztekammern Nordrhein und WestfalenLippe Ärztinnen und Ärzte, die sozialmedizinische Gutachten für die gesetzliche Rentenversicherung, die Landschaftsverbände und die Kommunen im Land erstellen. Ziel ist es dem Ministerium zufolge, Verfahren zum Beispiel zur Erwerbsminderung oder Schwerbehinderung durch zusätzliche Gutachter zu beschleunigen. Das Ministerium informiert unter www.mags.nrw über Einzelheiten. Die Sozialversicherungsträger stünden regelmäßig vor Schwierigkeiten, Gutachterinnen und Gutachter zu finden, so das Ministerium. bre Facharztprüfungen Anmeldeschluss und Termine Der nächste zu erreichende Prüfungszeitraum zur Anerkennung von Facharztkompetenzen, Schwerpunktbezeichnungen und Zusatz-Weiterbildungen bei der Ärztekammer Nordrhein ist vom 16. bis 22. März 2026. Anmeldeschluss: Freitag, 23. Januar 2026 Ärztinnen und Ärzte, die zur Prüfung zugelassen sind, erhalten eine schriftliche Ladung mit dem genauen Prüfungstermin und der Uhrzeit mindestens 14 Tage vorher. www.aekno.de/Weiterbil dung/Pruefungen ÄkNo Lösungen zur Zertifizierten Kasuistik Folge 86 Patientin mit rezidivierender Konjunktivitis Richtige Antworten: 1e, 2a, 3b, 4b, 5a, 6b, 7a, 8a, 9b, 10a Folge 87 der Reihe erscheint in der Januar-Ausgabe 2026 des Rheinischen Ärzteblattes und im Internet unter www.aekno.de/cme. bre Tuberkulose Leichter Rückgang der Fallzahlen Im Jahr 2024 wurden in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 4.391 Fälle von Tuberkulose registriert, 103 Fälle weniger als im Vorjahr. Der leichte Rückgang reiche aber nicht aus, um das Ziel einer Eliminierung zu erreichen. An die Ärzte appellierte das RKI, bei klassischen Symptomen wie länger bestehendem Husten, Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsverlust immer auch an Tuberkulose zu denken – auch bei Kindern. HK gebieten und sorge für Transparenz und Rechtssicherheit. Zugleich sehe der gemeinsam erarbeitete Entwurf einen Mechanismus vor, mit dem die GOÄ künftig kontinuierlich an den medizinischen Fortschritt und die Kostenentwicklung angepasst werden könne, betonte Reinhardt. HK Längst überfällig: Die Ärzteschaft setzt sich seit Jahren für eine Reform der aus ihrer Sicht völlig veralteten ärztlichen Gebührenordnung ein. Foto: MQ-Illustrations/stock.adobe.com
RkJQdWJsaXNoZXIy MjMxMzg=