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Bezahlbar: In Deutschland sind Banknoten seit dem 19.Jahrhundert ein gesetzliches Zahlungsmittel. Ausgedruckt: Ab 27. Januar 2019 stellen 17 der 19 nationalen Zentralbanken im Euroraum die Ausgabe von 500-Euro-Banknoten ein. Die bestehenden 500-Euro-Bank- noten bleiben nach wie vor gesetzliches Zahlungsmittel. Unkopierbar: Die EURion-Konstellation ist ein spe- zielles Muster auf Banknoten, das algorithmisch erkannt werden kann. Dadurch ist es technisch möglich, Kopierer und Drucker herzustellen, die das Kopieren von Banknoten verhindern können. Papierne Werte Auch wenn neben dem Zahlen mit EC - oder Kreditkarte mittlerweile sogar das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone möglich ist — die Deutschen lieben ihr Bargeld. Laut einer Umfrage der Deutschen Bundesbank wünschen sich 88 Prozent, auch zukünftig mit Scheinen und Münzen zahlen zu können. Rund drei von vier Einkäufen wurden 2017 an der Ladenkasse bar bezahlt. Bis zu den 2002 in Umlauf gebrachten Euro-Scheinen war es ein weiter Weg. In China wurde erstmals um das Jahr 1000 herum Papiergeld statt Münzen verwendet, in Europa immerhin schon 1661: Die damals in Schweden in Umlauf gebrachten offiziellen Banknoten bestanden aus Baumrinde, Hanf und Stoffresten. Ausgangsmaterial fürs Papiergeld sind heute Baumwollfasern, in jüngster Zeit kommt auch Kunststoff zum Einsatz, welcher die Haltbarkeit erhöht. Haptische, visuelle und akustische Sicherheitsmerkmale machen unseren Euro fälschungssicher: Wasserzeichen und Sicherheitsfa- den sind sichtbar, Reliefs können ertastet werden, und dank des eingearbeiteten Kunststoffs erzeugen die Scheine sogar ein spe- zifisches Geräusch beim Knittern oder Falten. Unter UV -Licht werden fluoreszierende Fasern sichtbar, die bei der Papierherstel- lung integriert wurden. Der Geldschein — wahrlich ein wertvolles Papierprodukt. 25 CORTISSIMO 10
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