WERDER MAGAZIN Nr. 334
18 WERDER MAGAZIN 334 INTERVIEW WERDER MAGAZIN: Herr Dr. Hess-Grunewald, wann gab es den ers- ten Impuls, über eine veränderte Verteilung der Geschäftsbereiche in der Geschäftsführung nachzudenken? DR. HUBERTUS HESS-GRUNEWALD: Im Rahmen unseres Strate- gieprozesses und der Erarbeitung des strategischen Businessplans für die nächsten fünf Jahre bis 2022 wurde in der Initiative ‚Profifußball/ Leistungszentrum‘ die Frage diskutiert: ‚Wie müssen wir uns zukünf- tig entwickeln?‘. Es ging um Themen wie eine mögliche Hauptamt- lichkeit des Trainers im U-14-Bereich oder die Einführung eines Tech- nischen Direktors. Und es entstand auch die Überlegung, Profifußball und Leistungszentrum in eine Hand zu geben, um die einheitliche Ausbildung und die Durchlässigkeit weiter zu verbessern. Welche Erwartungen sind damit verbunden? Wir haben festgestellt, dass wir in den vergangenen Jahren gerade im Übergang von der U23 in die Bundesliga Spieler teilweise nicht halten konnten, weil es zum Beispiel keine einheitliche Einschät- zung gab, ob sie den Sprung nach ganz oben schaffen können. Das sollte uns in der Zukunft nicht mehr passieren. Das WERDER Leistungszentrum hat für den Club eine sehr große Be- deutung. Schmerzt es Sie, die direkte Verantwortung dafür abgegeben zu haben? Als dieses Thema zum ersten Mal aufkam, war es durchaus ein schwieriger Moment. Aber mir gegenüber wurde von Anfang an be- tont, dass es im Moment gut läuft, weil Frank Baumann und ich uns eng abstimmen und uns sehr intensiv austauschen. Es wurde jedoch auch die Frage aufgeworfen: Was passiert, wenn die handelnden Per- sonen irgendwann andere sind? Dieser Überlegung und Argumenta- tion konnte ich mich nicht verschließen. Es gibt Pläne, das WERDER Leistungszentrum auszubauen und zu mo- dernisieren, um die gesamte Infrastruktur weiter zu professionalisieren und für die Zukunft konkurrenzfähig aufzustellen. Wird auch das die Aufgabe von Frank Baumann sein? Frank wird sich in nächster Zeit um die sportlichen Konzepte küm- mern, darum, dass es zwischen Bundesliga, U23 und dem weite- ren Leistungszentrum einen regelmäßigen Austausch über eine einheitliche Spielphilosophie und Ausbildung sowie altersgerechte Trainingsinhalte gibt. Er muss sich nicht in erster Linie damit be- „Einheitliche Ausbildung und Durchlässigkeit weiter verbes- sern“ Seit Beginn seiner Tätigkeit als Geschäftsführer am 1. Januar 2015 verantwortete Dr. Hubertus Hess-Grunewald das WERDER Leistungszentrum. Nun ist es von seinem in den Geschäftsbereich von Frank Bau- mann gewechselt. Hess-Grune- wald erläutert die Hintergründe dieser Veränderung.
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