WERDER MAGAZIN Nr. 334

WERDER MAGAZIN 334 21 dass er auch noch den Frauenfußball mit seiner gesamten Struktur inklusive einer Mannschaft in der 1. Bundesliga verantwortet – und das womöglich eher am Ende seiner Prioritätenliste – , wäre der Be- deutung und dem Stellenwert des Frauenfußballs bei Werder nicht gerecht geworden. Daher bleibt dieser Bereich bei mir, natürlich in sehr enger Verbindung zum Leistungszentrum. Hier muss es auch weiterhin einen intensiven inhaltlichen Austausch geben. Auch die WERDER Fußballschule war bisher dem Leistungszentrum an- gegliedert… Hier gilt Ähnliches wie beim Frauenfußball. Also haben wir uns gefragt, wo wir die Fußballschule mit ihrem besonderen Konzept sinnvoll anbinden können. Es geht uns nicht in erster Linie darum, mit der Fußballschule Geld zu verdienen. Sie ist ein Marketingin- strument, das Fanbindung und Fannähe herstellt. Und sie hat ein eigenes inhaltliches, didaktisches Konzept, das in einem Handbuch festgehalten ist. Wir haben die Fußballschule daher im Bereich der Marke angegliedert, weil wir dort sehr viel mit Menschen in Kon- takt kommen, weil sie einen Eventcharakter hat und weil wir Dieter Eilts als Leiter dort die Freiheit geben können, dass er die Fußball- schule in der derzeitigen Konzeption weiterführt. Es wurde eine neue Direktion Infrastruktur geschaffen. Warum? Sicherheit gehört zu den wichtigen Themen, die uns in den nächsten Jahren besonders beschäftigen werden. Nicht nur bei Großveranstal- tungen wie den Bundesliga-Spielen mit 42.000 Besuchern, sondern auch bei den Spielen im Stadion ‚Platz 11‘ haben wir enorme An- forderungen, um so gut wie möglich die Sicherheit aller Zuschauer garantieren zu können. Es gibt behördliche Auflagen, wir kooperie- ren sehr eng mit der Polizei. Wir brauchen daher ein Höchstmaß an Kompetenz und Ablaufsicherheit und haben nicht zuletzt deshalb vor kurzem unser Sicherheitsmanagement zertifizieren lassen. Dazu ist auch die Digitalisierung für uns ein wichtiges Thema. Und wir haben die gewaltige Herausforderung, unser Stadion und die weite- ren Plätze zu pflegen. Das Greenkeeping hat daher einen zentralen Stellenwert. Es gilt, das Weser-Stadion als moderne Spiel-, Veranstal- tungs- und Versammlungsstätte weiterzuentwickeln und die Aufent- haltsqualität weiter zu erhöhen. Da war es sinnvoll, die genannten Bereiche der Infrastruktur und der Spieltagsorganisation zu bündeln und in eine Direktion zusammenzuführen. Für die Leitung der Direktion konnten Sie Peter Rengel gewinnen. War- um fiel die Wahl auf ihn? Als langjähriger Leiter der ÖVB-Arena hat er gezeigt, dass er solche Herausforderungen meistern kann. Er hat sowohl sportliche Events wie das Sechs-Tage-Rennen, Hallenfußball oder Reiten verantwortet, als auch andere professionelle Veranstaltungen. Er ist sehr gut ver- netzt, hat bereits mit den Behördenvertretern gearbeitet, mit denen auch wir zu tun haben. Er ist mit den Strukturen in Bremen sehr vertraut, hat eine hohe Affinität zu Werder und ist hochmotiviert, beruflich noch einmal etwas Neues zu machen. Wir wissen, dass er eine Entscheidung des Herzens für Werder getroffen hat. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Das soziale Engagement des SV Werder befindet sich ebenfalls im Pro- zess einer organisatorischen und strukturellen Neuaufstellung. Was ist das Ziel? Wir hatten dafür über viele Jahre eine eigene Direktion, durch die wir intern ein hohes Maß an Akzeptanz dafür erreicht haben, dass sich Werder seiner sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung stellt und das mit einem umfangreichen Engagement zum Ausdruck bringt. Wir wollen CSR zukünftig noch stärker als nachhaltiges Denken und Handeln im Unternehmen implementieren. Mitglieder- Themen, wie zum Beispiel ‚60plus‘, liegen daher organisatorisch zukünftig bei der Vereinsverwaltung. Die sozialen Themen wollen wir noch stärker über die ,SV Werder Bremen Stiftung‘ abbilden, die in ihrer finanziellen und gegebenenfalls personellen Ausstattung ge- stärkt werden soll. Zudem ist nachhaltiges soziales Handeln auch ein Thema für die Marke ‚Werder Bremen‘. Daher haben wir Mitarbeiter aus dem CSR nun auch dort, wo wir mit Sponsoren und Partnern zusammenarbeiten. Interview: Martin Lange s Die Geschäftsführung der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA Die neuen Funktionsbezeichnungen der drei Werder- Geschäftsführer und ihre jeweiligen Verantwortungsbereiche auf einen Blick. KLAUS FILBRY Vorsitzender der Geschäftsführung Kaufmännischer Geschäftsführer Verantwortet: Finanzen, Vertrieb, Kommunikation und Marketing FRANK BAUMANN Geschäftsführer Fußball Verantwortet: Lizenzspieler-Bereich und WERDER Leistungszentrum DR. HUBERTUS HESS-GRUNEWALD Geschäftsführer Organisation & Sport Verantwortet: Allgemeine Verwaltung, Vereinsangelegenheiten, Infrastruktur, Personal, Recht, Sicherheit, Fanbetreuung, Frauenfußball, Handball, Tischtennis, Schach

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