Rheinisches Ärzteblatt 11/2026

Magazin 8 Rheinisches Ärzteblatt / Heft 11 / 2026 Aktuelles aus den Abteilungen Jahresberichte der Ärztekammer online eine interaktive Variante, die über zahlreiche Links die Leserinnen und Leser direkt zu den entsprechenden Seiten etwa der Weiterbildungsabteilung auf der Homepage leitet. Dort finden sich häufig am rechten oberen Rand grün hinterlegte Kästen, die auf den aktuellen Jahresbericht der jeweiligen Abteilung hinweisen. Wurde in früheren Jahren der Bericht einmal jährlich immer zur Kammerversammlung im Herbst vorgelegt, so werden die Inhalte auf der Homepage nun kontinuierlich aktualisiert. Damit lassen sich zahlreiche Kennzahlen der Kammerarbeit deutlich früher abrufen als Mitte November des jeweiligen Jahres. Fragen und Anregungen sowie Kritik und Lob zum Internetangebot der Ärztekammer Nordrhein senden Sie bitte an die E-Mail-Adresse onlineredaktion@aekno.de. bre Die Ärztekammer Nordrhein veröffentlicht jährlich einen Bericht rund um die Tätigkeiten der einzelnen Abteilungen und Ressorts, den „Jahresbericht“. Bis vor wenigen Jahren ist dieser ausschließlich in gedruckter Form vorgelegt und zusätzlich auf der Homepage www.aekno. de als PDF-Dokument zum Herunterladen bereitgestellt worden. Unter www.aekno.de/jah resbericht finden sich diese Dokumentationen ab dem Jahr 2003. Seit dem Jahr 2011 werden die Jahresberichte zusätzlich als EPaper mit höherem Lesekomfort angeboten. Mit dem Jahresbericht 2023 ist an die Stelle der gedruckten Fassung eine hybride Form getreten. Neben einer neu gestalteten gedruckten Version findet sich auf der Homepage Ein breit aufgestelltes Aktionsbündnis ärztlicher Organisationen und Fachgesellschaften fordert von der Bundesregierung, das bestehende Verbot des Inverkehrbringens von Nikotinbeuteln in Deutschland beizubehalten. Hintergrund dieser Aktion ist der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Tabaksteuerreform. Danach ist auf nationaler Ebene eine Besteuerung der sogenannten Pouches vorgesehen, sofern diese auch Gegenstand der in Überarbeitung befindlichen EU-Tabaksteuerrichtlinie werden. Nikotinbeutel sind tabakfreie Nikotinprodukte, die meist zwischen Lippe und Zahnfleisch platziert werden. Das darin enthaltene Nikotin wird über die Mundschleimhaut aufgenommen. Trotz Verkaufsverbots in Deutschland sind Nikotinbeutel unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen mittlerweile weit verbreitet. Nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit hatten im Jahr 2025 damit bereits 5,5 Prozent der 12- bis 17-jährigen sowie 18,9 Prozent der 18- bis 25-jährigen Erfahrungen gemacht. Das Aktionsbündnis sieht konkrete Bestrebungen, die Zulassung des Verkaufs von Nikotinbeuteln in Deutschland voranzutreiben. Eine Trotz Verkaufsverbots sind Nikotinbeutel unter Jugendlichen mittlerweile weit verbreitet. Gesundheitsschutz Aktionsbündnis gegen die Legalisierung von Nikotinbeuteln Ausbildungszahlen 2.716 neue MFA Von Anfang Oktober 2025 bis Ende September 2026 verzeichnete die Ärztekammer Nordrhein 2.716 neue Ausbildungsverträge für Medizinische Fachangestellte (MFA). Damit bleibt deren Zahl stabil. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen leichten Rückgang um 0,69 Prozent. Insgesamt werden in Nordrhein derzeit 6.093 MFA ausgebildet. Mit 5.696 Frauen und 394 Männern bleibt der Beruf deutlich weiblich geprägt. Gleichzeitig steigt die Zahl der männlichen Medizinischen Fachangestellten seit Jahren kontinuierlich an. Ausgebildet werden die MFA von insgesamt 3.576 nordrheinischen Ärztinnen und Ärzten. MST Universitätsklinik Köln Neues Centrum für Familiengesundheit Auf dem Gelände der Uniklinik in Köln ist der Grundstein für das neue Centrum für Familiengesundheit gelegt worden. Damit soll die medizinische Versorgung von Geburten, Neugeborenen, Kindern und Frauen unter einem Dach vereint werden. Der Neubau über zwölf Geschosse wird eine Nutzfläche von 21.000 m2 haben. Geplant sind sechs Kreißsäle mit unmittelbar angegliederten OP-Räumen für Kaiserschnitte sowie eine gemeinsame Station für Geburtsmedizin und Neonatologie. Zudem werden ein Operationsbereich mit acht Sälen und ein Hubschrauberlandeplatz gebaut. Auch die neue Zentrale Notaufnahme wird Teil des Neubaus, der vom Land NRW mit rund 748 Millionen Euro gefördert wird. tg Aufhebung des Verbots wäre aus Sicht des Jugend- und Gesundheitsschutzes das falsche Signal. Verwiesen wird auf das hohe Abhängigkeitspotenzial durch die Nikotinaufnahme, die zudem bei Kindern und Jugendlichen die Gehirnentwicklung beeinträchtigen könne. Unabhängig vom Alter berge der Konsum kardiovaskuläre Risiken; auch Schädigungen der Mundgesundheit durch Nikotinbeutel seien bereits bekannt. tg Foto: Aninka/stock.adobe.com

RkJQdWJsaXNoZXIy MjMxMzg=