WERDER MAGAZIN Nr. 308 - page 85

HARRO FÜLLGRABE
wurde am 2. März 1975 in Aurich geboren
und arbeitete lange als Sportreporter für
‚ran Sat.1 Fußball‘, das DSF (jetzt Sport1)
und Premiere (jetzt Sky). Seit 2006 ist er
‚Galileo‘-Extremreporter und Moderator bei
ProSieben und Sat.1. 2011 verfasste er sein
erstes Buch ‚Mission Abenteuer: Als
Extremreporter um die Welt‘. Werder-Fan
ist Harro Füllgrabe nach eigener Aussage
„seit ich denken kann“.
Z
ugegeben, das fiel in den letzten
Spielzeiten ganz schön schwer, aber
da müssen wir durch. Ich warte
geduldig auf das nächste, das neue
‚Wunder von der Weser‘!
Rudi Völler,
Wynton Rufer, Rune Bratseth
... so hießen die Helden meiner Schulzeit.
Spektakuläre Spielverläufe inklusive – die so
genannten ‚Wunder von der Weser‘. Meine
Arbeit für das Fernsehen begann vor gut 15
Jahren als Sportjournalist bei ‚ran Sat.1 Fuß-
ball‘. Mein erster Beitrag war auch gleich ein
Riesen-Geschenk. Ich durfte mit Ailton ein
Kurzportrait machen! AILTON!
Damals verabredete
ich mich mit ‚Toni‘ beim
Gestüt von Frank Rost. Die beiden setzten
sich im Verlauf des Drehs auf ihre Pferde.
Sie sollten aus einiger Entfernung auf mich
zu reiten. Mir schwebte so eine Westernsze-
ne vor... Zunächst sah ich beide parallel auf
mich zu kommen, dann waren sie kurz aus
meinem Blickfeld verschwunden, und plötz-
lich tauchte nur noch Frank auf... Neben
ihm nichts! Wo war Ailton?
Ich sah, wie Frank abstieg
und sich kaputt-
lachte... Der konnte gar nicht mehr aufhören.
Kurz darauf kam zuerst das Pferd und dann
Ailton klitschnass aus dem Graben gekro-
chen, in dem er sich und sein Pferd versenkt
hatte. ‚Toni‘ lachte auch gleich mit, und so
hatten wir alle gemeinsam eine Menge Spaß
an diesem Tag. Das Lachen wurde von den
anderen beiden sogar noch lauter, als sich
herausstellte, dass ich ein Pferdehaar ins
Auge bekommen hatte. Innerhalb kürzester
Zeit war es komplett zugeschwollen. Ich sah
aus wie Karl Dall – noch Tage danach.
Da ich jedoch als Reporter
‚unparteiisch‘ sein
musste, konnte ich meine große Werder-
Leidenschaft nicht wirklich in meinem Job
ausleben, dafür aber privat: Am 08.05.2004
hatte ich frei und ging ins Olympiastadi-
on. Dort erlebte ich nach dem grandiosen
3:1-Auswärtssieg die Meisterfeier der Bremer
in München. Nur 21 Tage später überraschte
ich mit zwei Pokalfinal-Tickets, zwei Werder-
Trikots und einem Mietwagen meinen Papa:
„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“
Mein Papa Gerd
und ich haben uns nach dem
3:2 gegen Alemannia Aachen jubelnd in den
Armen gelegen und sofort meine Mama Ulli
angerufen: „WERDER, WERDER, WERDER!“
Das Double war geschafft.
2006 bekam ich die Anfrage,
für ‚Galileo‘ zu
arbeiten, und hatte im Anschluss nur noch
selten die Zeit, ein Fußball-Spiel live zu se-
hen, schade! 2010 war ich dann noch mal
zusammen mit meinem Freund und Weg-
gefährten Markus Biereichel von WERDER.
TV im Berliner Olympiastadion zum Pokalfi-
nale gegen Bayern München. Leider ging das
in die Hose…
Ich freue mich 2013/14
auf einen schönen,
frischen Werder-Fußball. Und dann kann
es auch gerne wieder das eine oder andere
‚Wunder von der Weser‘ geben. Ich hätte
zumindest nichts dagegen! Ich wünsche
Thomas Eichin, Robin Dutt und ihrer Mann-
schaft viel Erfolg und euch und mir eine
tolle, unterhaltsame Saison! Hoffentlich bis
bald mal – am besten im Weser-Stadion!
Euer
Es wird wieder Zeit für
‚Wunder von der Weser‘
Moin, moin, liebe Werder-Fans! Als gebürtiger
Ostfriese darf ich das wohl sagen. Momentan
lebe ich zwar in München, aber mein Herz
schlägt grün-weiß.
Furchtlos
Harro Füllgrabe
wurde einem breiten Publi-
kum als TV-Reporter für das
Magazin ‚Galileo‘ bei ProSie-
ben bekannt, für das er über
Kurioses aus der ganzen Welt
berichtet und dabei auch vor
heiklen Missionen nicht zu-
rückschreckt.
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