WERDER MAGAZIN Nr. 308 - page 42

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as soll sich nun wieder ändern.
„Natürlich wollen wir Meister wer-
den und würden auch gerne wie-
der ein Pokal-Endspiel in Berlin
bestreiten und ein Champions-League-Finale
spielen“, umreißt BVB-Sportdirektor Michael
Zorc die Zielsetzung des Traditionsclubs.
Einen ersten Schritt
in die richtige Richtung
haben die Dortmunder bereits gemacht. Sie
konnten das prestigeträchtige Endspiel um
den deutschen Supercup vor heimischer Ku-
lisse mit 4:2 gegen Triple-Gewinner Bayern
München eindrucksvoll für sich entscheiden.
In der vergangenen Saison gelang dem BVB
kein Sieg gegen die starken Münchener. Al-
lerdings traten nach dem Erfolg gegen den
Rivalen aus dem Süden sowohl Trainer Jür-
gen Klopp als auch Mannschaftskapitän Se-
bastian Kehl auf die Euphoriebremse. „Der
Sieg im Supercup-Finale setzt ein Ausrufezei-
chen, sollte aber nicht überbewertet werden,
denn er ist nur eine Momentaufnahme. Der
Liga-Alltag stellt ganz andere Anforderungen
an uns“, sagte Kehl nach dem Schlusspfiff in
der ausverkauften Dortmunder Arena.
Klopp freute sich
über den Gewinn des
Pokals und über die sehr gute Leistung
seiner Mannschaft, wies nach der tempo-
reichen und hart umkämpften Partie aber
auch darauf hin, dass „unsere Konkurrenz
nicht allein die Bayern sind, sondern noch
16 weitere Mannschaften, die sich zum Teil
erheblich verstärkt haben. Wir wollen uns
nicht ständig mit den Bayern messen und
an ihren Leistungen orientieren, denn dann
besteht die Gefahr, dass wir unsere Ziele aus
den Augen verlieren“. Die vergangene Saison
hat nach den Worten von Klopp gezeigt, dass
„wir keinen Gegner unterschätzen dürfen,
egal, auf welchem Tabellenplatz er steht“.
Wie schwer der Fußball-Alltag
ist, erlebten
die Dortmunder in der ersten Runde des
DFB-Pokals. Es dauerte lange, bis sie die
Partie beim Regionalligisten SV Wilhelmsha-
ven im Griff hatten und nach einer torlosen
ersten Halbzeit schließlich mit 3:0 für sich
entscheiden konnten. Fußballerischer Glanz
war kaum zu sehen. Letztlich setzte sich
aber die größere Erfahrung durch. „Das war
ein hartes Stück Arbeit. Wir haben unsere
Chancen lange Zeit nicht genutzt. Aber wir
sind drangeblieben, haben drei schöne Tore
geschossen und sind verdient in die nächste
Runde eingezogen“, meinte Klopp nach dem
Spiel. Sorgen um das Weiterkommen habe er
sich zu keinem Zeitpunkt gemacht.
Nach den Abgängen
von Mario Götze zu Bay-
ern München und Felipe Santana zu Schalke
04 ist es den BVB-Verantwortlichen gelun-
gen, interessante Neuzugänge nach Dort-
mund zu lotsen, darunter den Ex-Werdera-
ner Sokratis. Aus der französischen Liga von
AS St. Etienne kam Pierre-Emerick Auba-
meyang. Vom ukrainischen Meister Shakht-
ar Donetsk kam Henrikh Mkhitaryan. Der
24 Jahre alte Götze-Nachfolger spricht fünf
Sprachen fließend, darunter Englisch und
Französisch. Außerdem studiert er an der
Fern-Universität St. Petersburg Wirtschafts-
wissenschaften. In mehreren Vorbereitungs-
spielen ließ der armenische Nationalspieler
seine Klasse aufblitzen. Wegen eines Syndes-
BVB will wieder
Titel gewinnen
Auch
wenn Borussia Dortmund für sei-
ne Spielweise in der vergangenen
Saison in höchsten Tönen gelobt
wurde: Der Club holte erstmals seit
zwei Jahren keinen Titel.
Auf der Jagd nach neuen Triumphen
Mit
dem 4:2-Erfolg gegen Bayern München
im Finale des Super-Cup sicherte sich
der BVB (hier Nuri Sahin, Neven Subotic,
Ilkay Gündogan und Roman Weidenfeller,
v. li.) den ersten Titel der Saison.
Fotos: picture-alliance
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