WERDER MAGAZIN Nr. 308 - page 44

G
leich zum Saisonauftakt gab es
allerdings eine unerwartete 4:5-
Pokalniederlage nach Elfmeter-
schießen beim Drittligisten Darm-
stadt 98. „Eine solche Niederlage darf nicht
passieren. Wir hatten uns viel vorgenommen,
haben aber einfach nicht ins Spiel gefunden.
Im Elfmeterschießen bestand dann die Mög-
lichkeit, die Begegnung doch noch für uns
zu entscheiden. Leider haben wir uns durch
unkonzentriertes Verhalten selbst aus dem
Wettbewerb katapultiert“, erklärte Glad-
bachs Sportdirektor Max Eberl nach dem
Schlusspfiff. Dabei hatte Trainer Lucien Fav-
re im Abschlusstraining vor dem Pokalspiel
in Hessen eigens Elfmeterschießen üben
lassen. „Das Aus ist eine große Enttäuschung
für uns alle und nur schwer zu akzeptie-
ren. Wir hatten einige gute Gelegenheiten
und hätten auch Tore machen können. Für
uns ist das kein schöner Start in die Saison“,
meinte Favre.
Nun kann sich
der fünfmalige deutsche Meis-
ter und dreifache DFB-Pokalsieger voll und
ganz auf die Bundesliga konzentrieren. „Wir
wollen in der kommenden Saison internatio-
nal dabei sein. Unter diesem Gesichtspunkt
haben wir in Spieler investiert und unseren
Kader zusammengestellt“, unterstreicht
Eberl. Wie sich die Zeiten ändern: Vor zwei
Jahren war die Borussia ein heißer Abstiegs-
kandidat und froh, überhaupt in der Relega-
tion gegen den VfL Bochum den Verbleib in
der Liga geschafft zu haben.
Auch für Gladbachs Torwart
Marc-André
ter Stegen sind die Saisonziele klar defi-
niert. „Mit dieser Mannschaft und unserem
großartigen Publikum im Rücken muss es
einfach ein internationaler Platz sein. Wir
haben das spielerische Potenzial, um oben
anzugreifen“, sagt der 21-Jährige, der nach
einer Formkrise Mitte der vergangenen
Saison mittlerweile wieder zur alten Stärke
zurückgefunden hat. Als Nationaltorwart
konnte er dagegen bislang noch nicht über-
zeugen und musste eine Menge Gegentore
hinnehmen. In Mönchengladbach ist man
allerdings davon überzeugt, dass ter Stegen
eine große Zeit in der Nationalmannschaft
vor sich hat.
Unbestrittene Publikumslieblinge
und
Leistungsträger sind Patrick Herrmann
und Juan Arango. Herrmanns Schnel-
ligkeit und seine Dribblings verzü-
cken die Zuschauer im Borussia-Park
ebenso wie die Freistoßkünste und
genialen Pässe von Arango. „Ich bin
davon überzeugt, dass wir einen in-
ternationalen Platz erreichen werden“, sagt
Herrmann.
Die Gladbacher
haben sich ganz gezielt ver-
stärkt. Vom SC Freiburg wechselte Max
Das Saisonziel
heißt Europa
Borussia
Mönchengladbach will im kom-
menden Jahr wieder international
spielen. Um dieses ambitionierte
Ziel zu erreichen, wurde die
Mannschaft gezielt verstärkt.
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BUNDESLIGA-VORSCHAU
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