WERDER MAGAZIN Nr. 308 - page 56

A
n eine solche Erfolgsge-
schichte war vor eini-
gen Jahren noch nicht
zu denken. Denn erst
seit 2001 stellt Werder Bremen
mit der Ü 32 eine ‚Altherren-
Mannschaft‘. „Es gab vorher
zwar einige Freizeitsportler in
diesem Bereich, aber niemand
nahm am aktiven Punktspielbe-
trieb teil“, erklärt Sven Kühnast.
Er ist seit seinem 16. Lebensjahr
Mitglied des SV Werder und Mit-
begründer der Ü 32. Heute küm-
mert er sich um die Organisation
rund um das Team und ist selbst
noch als Torwart aktiv.
Viele Spieler der Ü 32
haben
ihren Weg bei Werder in der
dritten Mannschaft begonnen.
Als diesem Team der Aufstieg
in die Verbandsliga gelang, er-
kannte der Verein das Potenzial.
Künftig sollte die Mannschaft
als Unterbau der Amateure die-
nen. Deshalb setzten die Ver-
antwortlichen verstärkt auf den
Nachwuchs. „Das war für uns
ältere Spieler in Ordnung, weil
viele das Niveau der Verbandsliga
nicht mehr erreichen konnten“,
sagt Sven Kühnast. „Ich war zum
damaligen Zeitpunkt auch schon
33 – und da machte es keinen
Sinn, mit den ganzen 18-Jährigen
‚rumzuflitzen‘.“ Also entschie-
den sich die älteren Spieler dafür,
eine vierte Herren-Mannschaft
zu gründen. Mit Erfolg. Von der
Kreisklasse C kämpften sie sich
bis in die Kreisklasse A. „Doch
irgendwann wurden uns die
Gegner zu jung“, erzählt Sven
Kühnast mit einem Augenzwin-
kern. „Also haben wir die Ü 32
gegründet.“
Auf der neuen Bezeichnung
ru-
hen sich die Fußballer nicht aus.
Altherren-Mannschaft gleich
Feierabendbier in gemütlicher
Runde? Weit gefehlt! Die Auf-
stiegsserie des Teams spricht für
sich. Innerhalb von acht Jahren
gelang Werders Ü 32 der Sprung
von der fünften bis in die erste
Kreisklasse, die höchste Liga,
die der Verband vorsieht. Nach
zwei schwierigen Anfangsjahren
spielte das Team mathematisch
konsequent: Auf die Tabellenpo-
sitionen 3 und 2 folgte in der ver-
gangenen Spielzeit Platz 1. Doch
damit ist die erfolgreiche Saison
2012/2013 noch nicht beendet.
In zwei Relegationsspielen setz-
te sich das Team gegen den OSC
Bremerhaven durch und quali-
fizierte sich somit für das ‚Ü 32
Masters‘ – die inoffizielle Deut-
sche Meisterschaft. Im Juni 2014
wird der Sieger ermittelt.
Der Erfolg
kommt nicht von
ungefähr. In den vergangenen
Jahren hat die Mannschaft ehe-
malige Werderaner gewinnen
können, die große fußballerische
Qualität besitzen, aber nie den
Sprung zu den Profis geschafft
haben. „Es ist gar nicht so leicht,
Der steile
Aufstieg der
Vorreiter
Landesmeister
sind sie schon. Im nächsten Jahr
können Werders Ü-32-Fußballer
sogar Deutscher Meister werden.
Fotos: M. Rospek
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