46
KURS
9 / 2013
FONDS & CO.
IMPRESSUM
Redaktion:
George Clegg, Chefredakteur und
verantwortlich für den Inhalt (v.i.S.d.P.)
Anschrift der Redaktion:
Rommersdorfer Str. 9, 53604 Bad Honnef
Fon 02 11/8 8714 13, Fax 02 11/8 8714 47
EMail: kursredaktion@fachverlag.de
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
KarlHeinz Badura, Dr. Leo Fischer, Hartmund Hölzer,
Benjamin Rubin, Martin Stenger, André Wohlert, Dr.
Mario Zinnert.
Gesamtleitung Media Marketing:
Sandro Cristofoli
Fon 02 11/8 8714 80, Fax 02 11/8 8715 00
EMail:
Anzeigenleitung/Produktmanagement:
Ralf Pötzsch
Fon 02 11/8 8714 90, Fax 02 11/8 8715 00
EMail:
Anzeigendisposition:
Dr. Birgit Jahn
Fon 02 11/8 8715 03, Fax 02 11/8 8715 00
EMail:
Erscheinungsweise:
Monatlich
Bezugspreise:
Einzelheft 11,50 Euro zzgl. Versandkosten. Jahresvor
zugspreis Inland 120 Euro inkl. MwSt. einschl.Versand
kosten. Auslandsabonnement jährlich 101,40 Euro
zzgl. 16,80 Euro Versandkosten. Für EULänder zzgl.
MwSt., Luftpostgebühren auf Anfrage. Studentena
bonnement Inland 60 Euro inkl. Versandkosten. Abon
nementskündigungen sind nur mit einer Frist von
21 Tagen zum Ende eines Bezugsjahres möglich.
Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
Grafenberger Allee 293, D40237 Düsseldorf,
Postfach 10 11 02, D40002 Düsseldorf
Fon 02 11/8 8714 52, Fax 02 11/8 879714 52
EMail:
Internet:
Leser-Service:
Kundenservice Inland:
Tel.: 08 00/0 00 16 37 (kostenfrei)
Fax: 08 00/0 00 29 59 (kostenfrei)
Kundenservice Ausland:
Tel.: 00 49(0)2 11/8 8736 70
Fax: 00 49(0)2 11/8 8736 71
EMail:
Anschrift Leserservice:
Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH,
Kundenservice Fachverlag,
Berner Str. 2, 97084 Würzburg,
Postfach 92 54, 97092 Würzburg
Geschäftsführung:
Claudia Michalski
Druck:
Schaffrath GmbH & Co. KG, Geldern
Layout:
Sigrid Lessing
Titelfoto:
fotolia
Anzeigen:
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 21 vom 1.1.2013
Copyright:
Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH.
Alle Rechte vorbehalten. KeinTeil dieser Zeitschrift darf
ohne schriftliche Genehmigung des Verlages verviel
fältigt oder verbreitet werden. Unter diesesVerbot fällt
insbesondere auch die gewerbliche Vervielfältigung
oder Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenban
ken und die Vervielfältigung auf CDROM.
ISSN 1436302X
Leasing etwa setzt manwieder auf die Benelux-Länder.Andere
Initiatoren entdecken den US-Markt neu.
Im Energiefonds-Segment sieht die Lage noch prekärer aus.
Das Emissionsvolumen sank hier um über 75 Prozent auf
nunmehr 90 Millionen Euro. Unter den sechs neuen Fonds
im ersten Halbjahr war lediglich ein Solarfonds, der Rest
setzt auf Windkraft. Für die zweite Jahreshälfte erwartet
Scope in beiden Bereichen sinkende Volumina. Speziell im
Solarbereich rechnen die Analysten mit keinen weiteren
Neuemissionen. Die stetig sinkende Einspeisevergütung und
Einschränkungen bei der Förderung sowie hoher Wettbe-
werbsdruck wirken sich auf erzielbare Renditen negativ aus
und machen Fondsneuauflagen derzeit unattraktiv.
Der Schiffsbereich liegt weiterhin völlig brach.Neuigkeiten aus
demeinstigenVorzeigesektor der Sachwerteanlagen drehen sich
zumeist umAbschreibungen bei Großanlegern und Fondsplei-
ten für private Investoren. Dass die Talsohle möglicherweise
noch nicht erreicht wurde, legen neueste Meldungen der Bafin
nahe. Sie hatte zu Beginn des JahresWirtschaftsprüfer von Kre-
ditinstituten aufgefordert, bei den Bilanzprüfungen besonders
auf Schiffskredite zu achten. Nun liegen die Ergebnisse vor
und die Aufsicht erklärt, sie sei „nicht zufrieden“. Das Thema
werde die Bafin in den nächsten Wochen weiter beschäftigen,
heißt es aus der Behörde.
Andere Marktsegmente werden aufgrund der neuen Regu-
larien verschwinden. „Es wird keine Medienfonds und auch
keine Zweitmarkt-Lebensversicherungsfonds mehr geben,
weil diese gesetzlich als Publikumsfonds für die Privatanleger
nicht mehr zugelassen sind“, erläutert Romba. Auch Exo-
tenfonds der Vergangenheit wird man künftig so nicht mehr
sehen. Trotzdem geht der BSI davon aus, dass der Markt
innovativ bleiben wird. „Der Markt zeichnet sich dadurch
aus, dass neuere, innovativere Investments ermöglicht wer-
den; seien es erneuerbare Energien oder Infrastrukturanla-
gen“, meint Romba. „Überall dort, wo Gelder erforderlich
sind, um Investitionen in Sachwerte zu tätigen, wird der
geschlossene AIF eine Rolle spielen.“ Neben Immobilien,
Erneuerbare Energien oder Flugzeuge, zählen für ihn weitere
Transportsegmente wie Eisenbahnen oder etwa Logistik zu
Anlagefeldern der Gesellschaften.
Änderungen auch imVertrieb
Änderungen wird es auch auf der Vertriebsseite geben. Bei
den bankenunabhängigenVermittlern hat die Zulassung nach
Paragraf 34f Gewerbeordnung dazu geführt, dass der Markt
ausgesiebt wurde. „Hier wird sich die Spreu vom Weizen
trennen, und das ist auch richtig so“, erklärt Romba. ImBank-
bereich werde es unter Umständen leichter, die nun stärker an
die Regulierung anderer Investmentprodukte angeglichenen
geschlossenen AIFs zu vermitteln. Ähnlich sieht man das bei
Scope. Initiatoren setzen vermehrt auf Spezialfonds oder auf
Anleihen, um institutionelle Kunden anzusprechen.
„Wir denken, dass die Professionalisierung der Branche zu-
nimmt und es eine Konsolidierung der Initiatoren gibt“, so
ein Scope-Sprecher. Erfahrene größere Anbieter könnten die
Regulierungsanforderungen leichter umsetzen als kleine Häu-
ser, trotzdem werde es auch weiter Nischenplayer geben, die
sich auf einen besonderenMarkt konzentrieren. BeimBSI geht
man davon aus, dass die Zahl von jährlich umdie 300 Initiato-
ren im Bereich geschlossener Fonds auf 60 bis 80 sinken wird.
Große Hoffnung setzen Branchenvertreter auf einenQualitäts-
sprung. „DerAnleger bekommt einQualitätsprodukt, das nach
gesetzlich vorgegebenen Kriterien strukturiert ist“, so Romba.
Zudem fungieren die Verwahrstelle sowie die Finanzaufsicht
Bafin als Kontrollmechanismen für die Anleger. EineWahrheit
aus alten Tagen bleibt aber auch in der neuen Investmentwelt
erhalten: „Ein geschlossener AIF ist nach wie vor eine unter-
nehmerische Beteiligung,die in einemTotalverlust enden kann“,
mahnt Romba.
Benjamin Rubin