DER BETRIEB 23 - page 86

Rechtsboard
Trennbankengesetz durch Bundestag
verabschiedet
Der Bundestag hat am 17. 5. 2013 mit
den Stimmen der Regierungskoalition ein
„Gesetz zur Abschirmung von Risiken
und zur Planung der Abwicklung und Sa-
nierung von Kreditinstituten und Finanz-
gruppen“ (Trennbankengesetz) beschlos-
sen, dessen Entwurf am 6. 2. 2013 von
der Bundesregierung vero¨ffentlicht wor-
den war. Nachdem der RegE im Konsul-
tationsverfahren vor dem Finanzausschuss
des Bundestages teilweise erheblicher Kri-
tik aus der Wissenschaft und der Finanz-
branche ausgesetzt war, schien die Zu-
kunft des Trennbankengesetzes zeitweise
unsicher. Mit dem Beschluss des Bundes-
tages hat das Gesetzgebungsvorhaben
wieder Fahrt aufgenommen. Allerdings
bleibt fraglich, ob es am 7. 6. 2013 auch
den Bundesrat passieren wird.
RA Dr. Tim Oliver Brandi
u
DB0595861
Das „richtige“ Gericht bei Klagen
von GmbH-Gescha¨ftsfu¨hrern
Fu¨r Klagen von GmbH-Gescha¨ftsfu¨hrern
sind die ordentlichen Gerichte zusta¨ndig.
Dies ist keine neue Erkenntnis und doch
mussten sich die Gerichte fu¨r Arbeits-
und Zivilsachen in den vergangenen Jahren
wiederholt mit der Frage des „richtigen“
Rechtswegs auseinandersetzen. Klassiker
bei Rechtswegstreitigkeiten sind die Fa¨lle
der Befo¨rderung von Arbeitnehmern auf
die Position des Gescha¨ftsfu¨hrers. Genau
mit einem solchen Sachverhalt – in der
Insolvenz der GmbH – hatte sich das BAG
in seinem ju¨ngsten Beschluss vom 4. 2. 2013
(10 AZB 78/12, DB 2013 S. 521) zu befas-
sen. Danach steht fest: Auf die Organstel-
lung kommt es an. Ist der Gescha¨ftsfu¨hrer
bereits von seinem Amt abberufen gilt die
gesetzliche Fiktion des § 5 ArbGG nicht
mehr. Ist er im Zeitpunkt der Klage-
erhebung (noch) nicht vom Amt abberu-
fen, sind die Landgerichte zusta¨ndig.
RA Dr. Sandra Urban-Crell
u
DB0595860
Steuerboard
Das deutsche Muster-DBA – Verhand-
lungsgrundlage vom 17. 4. 2013
Das BMF hat dem Beispiel der Vereinigten
Staaten von Amerika, O¨ sterreich und Bel-
gien folgend eine „Verhandlungsgrundlage
fu¨r DBA im Bereich der Steuern vom Ein-
kommen und Vermo¨gen“ erarbeitet. Diese
Verhandlungsgrundlage mit Stand vom
17. 4. 2013 wurde am 18. 4. 2013 in Berlin
der O¨ ffentlichkeit vorgestellt und zeitgleich
auf der Webseite des BMF vero¨ffentlicht.
In der Verhandlungsgrundlage orientiert
sich das BMF an dem Aufbau und Inhalt
des Musterabkommens der OECD. Ana-
log zum OECD-MA ist beabsichtigt,
dass die deutsche Verhandlungsgrundlage
in regelma¨ßigen Absta¨nden aktualisiert
werden soll.
Nach der Verhandlungsgrundlage kann
der Quellenstaat – analog zum OECD-
MA – Dividenden aus einer unmittelbaren
Beteiligung von mindestens 10% des Kapi-
tals (sog. Schachtelbeteiligung) mit einer
Quellensteuer von 5% belegen (Art. 10
Abs. 2 Buchst. a). In allen anderen Fa¨llen
kann eine Quellensteuer von 15% erhoben
werden (Art. 10 Abs. 2 Buchst. b).
StB Dr. Pia Dorfmueller
u
DB0595859
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und
die nachfolgenden Beitra¨ge im DB-Onlinearchiv mit der zugewiesenen DB-Nummer in vol-
ler La¨nge abrufbar. Als Zitiervorschlag z. B. fu¨r „Trennbankengesetz durch Bundestag ver-
abschiedet“ schla¨gt die Redaktion vor:
Brandi
, Rechtsboard DB0595861.
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