Rechtsboard
Trennbankengesetz durch Bundestag
verabschiedet
Der Bundestag hat am 17. 5. 2013 mit
den Stimmen der Regierungskoalition ein
„Gesetz zur Abschirmung von Risiken
und zur Planung der Abwicklung und Sa-
nierung von Kreditinstituten und Finanz-
gruppen“ (Trennbankengesetz) beschlos-
sen, dessen Entwurf am 6. 2. 2013 von
der Bundesregierung vero¨ffentlicht wor-
den war. Nachdem der RegE im Konsul-
tationsverfahren vor dem Finanzausschuss
des Bundestages teilweise erheblicher Kri-
tik aus der Wissenschaft und der Finanz-
branche ausgesetzt war, schien die Zu-
kunft des Trennbankengesetzes zeitweise
unsicher. Mit dem Beschluss des Bundes-
tages hat das Gesetzgebungsvorhaben
wieder Fahrt aufgenommen. Allerdings
bleibt fraglich, ob es am 7. 6. 2013 auch
den Bundesrat passieren wird.
RA Dr. Tim Oliver Brandi
u
DB0595861
Das „richtige“ Gericht bei Klagen
von GmbH-Gescha¨ftsfu¨hrern
Fu¨r Klagen von GmbH-Gescha¨ftsfu¨hrern
sind die ordentlichen Gerichte zusta¨ndig.
Dies ist keine neue Erkenntnis und doch
mussten sich die Gerichte fu¨r Arbeits-
und Zivilsachen in den vergangenen Jahren
wiederholt mit der Frage des „richtigen“
Rechtswegs auseinandersetzen. Klassiker
bei Rechtswegstreitigkeiten sind die Fa¨lle
der Befo¨rderung von Arbeitnehmern auf
die Position des Gescha¨ftsfu¨hrers. Genau
mit einem solchen Sachverhalt – in der
Insolvenz der GmbH – hatte sich das BAG
in seinem ju¨ngsten Beschluss vom 4. 2. 2013
(10 AZB 78/12, DB 2013 S. 521) zu befas-
sen. Danach steht fest: Auf die Organstel-
lung kommt es an. Ist der Gescha¨ftsfu¨hrer
bereits von seinem Amt abberufen gilt die
gesetzliche Fiktion des § 5 ArbGG nicht
mehr. Ist er im Zeitpunkt der Klage-
erhebung (noch) nicht vom Amt abberu-
fen, sind die Landgerichte zusta¨ndig.
RA Dr. Sandra Urban-Crell
u
DB0595860
Steuerboard
Das deutsche Muster-DBA – Verhand-
lungsgrundlage vom 17. 4. 2013
Das BMF hat dem Beispiel der Vereinigten
Staaten von Amerika, O¨ sterreich und Bel-
gien folgend eine „Verhandlungsgrundlage
fu¨r DBA im Bereich der Steuern vom Ein-
kommen und Vermo¨gen“ erarbeitet. Diese
Verhandlungsgrundlage mit Stand vom
17. 4. 2013 wurde am 18. 4. 2013 in Berlin
der O¨ ffentlichkeit vorgestellt und zeitgleich
auf der Webseite des BMF vero¨ffentlicht.
In der Verhandlungsgrundlage orientiert
sich das BMF an dem Aufbau und Inhalt
des Musterabkommens der OECD. Ana-
log zum OECD-MA ist beabsichtigt,
dass die deutsche Verhandlungsgrundlage
in regelma¨ßigen Absta¨nden aktualisiert
werden soll.
Nach der Verhandlungsgrundlage kann
der Quellenstaat – analog zum OECD-
MA – Dividenden aus einer unmittelbaren
Beteiligung von mindestens 10% des Kapi-
tals (sog. Schachtelbeteiligung) mit einer
Quellensteuer von 5% belegen (Art. 10
Abs. 2 Buchst. a). In allen anderen Fa¨llen
kann eine Quellensteuer von 15% erhoben
werden (Art. 10 Abs. 2 Buchst. b).
StB Dr. Pia Dorfmueller
u
DB0595859
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und
die nachfolgenden Beitra¨ge im DB-Onlinearchiv mit der zugewiesenen DB-Nummer in vol-
ler La¨nge abrufbar. Als Zitiervorschlag z. B. fu¨r „Trennbankengesetz durch Bundestag ver-
abschiedet“ schla¨gt die Redaktion vor:
Brandi
, Rechtsboard DB0595861.
DER BETRIEB, Wochenschrift fu¨r
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